Multiuser-3-D-Rendering
Virtuelle "Sandkastenspiele" für Architekten

Realitätsgetreue Entwürfe eines neuen Bauprojekte direkt im den Kontext der Umgebung zu betrachten und mit Kollegen zu diskutieren soll die Software ATHUR ermöglichen.

hiz DÜSSELDORF. Ein fast alltägliches Szenario: Der Architekt präsentiert das maßstabgetreue Modell des geplanten Einkaufszentrums. Planer, Kollegen und Bauherren begutachten das Gebäude und diskutieren den Entwurf. Während der Begutachtung wird schnell klar, dass noch einige Änderungen notwendig sind. Bei herkömmlichen Modellen und Techniken, kostet das Zeit und führt zu Projektverzögerungen.

Mit der Software ARTHUR (Augmented Round Table for Architecture and Urban Planing) kann ein virtuelles Modell - auch von mehreren Nutzern gleichzeitig - direkt interaktiv bearbeitet werden. Die Softwareentwicklung des Fraunhofer FIT unterstützt Architekten und Bauherren bei der Planung neuer Projekte. Mit ihr werden die Pläne als virtuelle 3-D-Modelle realisiert und die ad-hoc-Modifikation der Entwürfe ermöglicht. Wolfgang Broll vom Fraunhofer für Angewandte Informationstechnik-Institut FIT erläutert: "Die Änderungsvorschläge werden sofort visualisiert, jeder Gesprächspartner ist gleich im Bilde. Das macht den langwierigen Modellbau überflüssig."

Kernstück von ARTHUR ist ein interaktives Augmented Reality-System, zu deutsch Erweiterte Realität. Es stellt ergänzend zur realen Welt Informationen aus der virtuellen Welt bereit. Bei dem System wird der Entwurf eines geplanten Gebäudes als virtueller 3-D-Entwurf in ein physikalisches Modell projiziert.

Die Teilnehmer einer Sitzung tragen halbtransparente Projektionsbrillen. Diese blenden die 3-D Modelle in das natürliche Blickfeld ein und erlauben gleichzeitig eine gute Sicht auf die reale Umgebung. Jedes virtuelle Objekt ist mit einem realen Platzhalter verbunden. So kann der Entwurf direkt bearbeitet werden. Soll etwa ein Gebäude zwei Meter weiter von der Straße gebaut werden, muss man nur den entsprechenden Platzhalter versetzen. Eine möglichst intuitive Handhabung der virtuellen Objekte soll durch das mittels Gestik gesteuerte Systems gegeben sein. Aktuell erkennt das System fünf so genannte "Command Gestures", nämlich die Finger der Hand. Damit wird die Hand des Benutzers zur Maus. Die Überwachung durch das so genannte Tracking System lokalisiert dabei die genaue Position der Zeigefingerspitze. Mit dem Fingern können nun Kurven gezeichnet oder Objekte manipuliert werden. Eine Click-Geste ersetzt den herkömmlichen Maus-Click.

Das System lässt sich auch mit Simulationsverfahren koppeln. Dadurch können schon in einem sehr frühen Planungsstadium die Änderungen der Besucherströme bei modifizierten Entwürfen oder die klimatischen Bedingen im Gebäude durch Sonneneinstrahlung analysieren

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