Mundpropaganda gibt es auch im Netz
„Märkte sind Gespräche“

Von der deutschen Unternehmenswelt noch weitgehend unbeachtet, bahnt sich im Internet derzeit eine große Veränderung an: Schlagzeilen wie „Ein neues Medienzeitalter entsteht“, „Was bedeutet die Google-Gesellschaft?“, „Was ist Social Networking“, und „Das Web 2.0 kommt“ deuten darauf hin.

HB DÜSSELDORF. Der wirtschaftsorientierte Medienkonsument hat sich jedoch daran gewöhnt, derartige Meldungen zu ignorieren. Denn wer vor wenigen Jahren so sprach, war kurz danach pleite, und musste sich nach dem Platzen der New Economy-Blase nach neuen Tätigkeiten umsehen. Doch ein derartiger Umgang mit den aktuellen Neuigkeiten in Web und Internet könnte sich als Fehler herausstellen.

Christopher Locke und David Weinberger veröffentlichten Anfang 1999 das Cluetrain Manifesto. Darin erklärten sie anhand von 95 Thesen, wie das Internet die Regeln des Wirtschaftens verändert. Kerngedanke war die erste These: „Märkte sind Gespräche.“ Indem das Internet jedem Individuum die Möglichkeit gebe, die eigenen Gedanken und Einschätzungen für ein potenziell weltweites Publikum zu publizieren, verschiebe es die Macht – weg von den großen Massenmedien und von den Unternehmen, die diese mit Geld und viel PR beeinflussen können, hin zu jedem einzelnen.

Eine Weile lang wurde das Cluetrain Manifesto mehr oder minder ignoriert. Denn die beschriebene Entwicklung blieb zunächst aus. Auch im Netz waren die Menschen in erster Linie „Nutzer“, „Besucher“, „Leser“, „Rezipienten“, „Kunden“ – also alles das, was sie bisher auch immer gewesen waren. Private Homepages vegetierten im Daten-Nirvana vor sich hin. Und die Kommunikation zwischen Privat- und Geschäftsleuten beschränkte sich lange auf E-Mail.

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