Musikmesse Midem
Starbucks baut digitales Musikgeschäft aus

Auf den Latte Macchiato warten und dabei den netzwerkfähigen MP3-Mediaplayer in der Tasche mit den aktuellen Hits aufladen. Die Kaffeehauskette Starbucks überlegt, vielleicht noch im laufenden Jahr, mit dem digitalen Musikvertrieb in seinen Filialen zu beginnen.

HB CANNES. „Wir arbeiten gerade an der Idee“, sagte Ken Lombard, Präsident von Starbucks Entertainment dem Handelsblatt am Rande der Musikmesse Midem in Cannes. Fast alle Filialen verfügen heute schon über Wireless-Internet Zugänge, die zusammen mit T-Online betrieben werden.

Starbucks gehört bereits zu den erfolgreichen Händlern mit Klassischen Musik-CD. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 3,5 Millionen Musik-CDs in Starbucks-Filialen verkauft. Seit wenigen Monaten können Kunden sogar ihre eigene CD im Laden zusammenstellen und an „Media-Bars“ brennen und mitnehmen. Nach einem Pilot-Shop in der schicken Einkaufsstraße 3th Street im kalifornischen Santa Monica, wurden jetzt weitere SMediabars in Austin (Texas) eröffnet.

Ein großes und noch ungelöstes Problem des digitalen Musikdownloads ist, so Lombard auf der Musikmesse Midem, der „Formatierung der Abspielgeräte“. Microsoft-Standard, Apple-Standard, Sony-Standard – keiner kann mit dem anderen. „Wir wollen unsere Musik aber für alle Kunden auf allen Geräten anbieten.“ Eine exklusive Bindung an einen Partner wie Apple ist demnach keine Option, um nicht andere Kunden zu verprellen.

Das wachsende Problem der konkurrierenden Hardware sieht auch Emi-Chairman und CEO Eric Nicoli. „Früher verkaufte eine Hand voll Großhändler und Händler Musik für alle Abspielgeräte“, erklärte er in Cannes, „heute gibt es dagegen die Verschiedensten digitalen Händler, die jeweils spezielle Endgeräte verkaufen. Das ist eine völlig neue Situation“. Bei Emi seien bereits rund sechs Prozent des Umsatzes digital, davon würden rund 60 Prozent über das Internet und gut 40 Prozent über Mobiltelefone abgewickelt.

Starbucks gehört zu den klassischen Seiteneinsteigern in das digitale Musikgeschäft wie auch Apple, Microsoft, Yahoo oder Vodafone. Die Kaffeeröster aus Seattle konzentrieren sich dabei auf ein ausgesuchtes Programm, eher für ältere und gehobene Zielgruppen. Teilweise wurde exklusive Alben mit Künstlern wie Bob Dylan oder Alanis Morissette mit großem Erfolg vermarktet.

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