„Mutter aller PDF-Programme“
Acrobat zeigt neue Zaubertricks

13 Jahre nach seiner Einführung ist das PDF-Format ein De-Facto-Standard für Dokumente aller Art. Die von der kalifornischen Software-Firma Adobe eingeführte Technik findet sich in einer Vielzahl von Anwendungen anderer Hersteller. Nun wurde Adobe Acrobat, die "Mutter aller PDF-Programme", wieder überarbeitet.

HB FRANKFURT. Neben Verbesserungen in Details präsentiert sich Acrobat 8.0 mit einer neuen Optik und drei neuen Funktionen. Diese werden in einer Übersicht gleich nach dem Start der Software angezeigt. Ein Mausklick auf eine der insgesamt acht Acrobat-Funktionen bietet die entsprechende Hilfestellung oder öffnet auch gleich einen Assistenten, der den Anwender durch die gewünschte Aufgabe führt.

So gibt es bei Acrobat 8.0 jetzt die Möglichkeit, mehrere Dateien unterschiedlicher Formate zu einem PDF-Dokument zusammenzufügen. Unterstützt werden Bilddateien, Textformate, Excel-Tabellen, HTML, technische Konstruktionen von AutoCAD und natürlich auch PDF. Ähnlich wie beim Brennen mehrerer Dateien auf eine CD werden die einzelnen Dokumente ausgewählt und können dann in ihrer Reihenfolge verändert werden. Bei umfangreicheren Dokumenten kann die Auswahl auf einzelne Seiten begrenzt werden. Schließlich wird noch die Kompressionsrate bestimmt - je nachdem, ob man auf eine geringe Dateigröße oder hohe Qualität Wert legt. Im nächsten Schritt werden die einzelnen Dateien zusammengefügt. Das fertige PDF-Dokument zeigt dann die ursprünglichen Dateien als einzelne Lesezeichen an. Auf diese Weise lassen sich auf einfache Weise umfangreiche Archivdokumente für bestimmte Vorgänge und Themen anlegen.

Den umgekehrten Weg der Umwandlung von PDF in ein anderes Format ist mit Acrobat 8.0 jetzt ebenfalls möglich. Angeboten werden unter anderem die Textformate Word, TXT, RTF, die Bildformate JPG, PNG und TIFF sowie die Internet-Formate HTML und XML. Auf diese Weise kann das fest PDF-Dokument wieder in eine Form gebracht werden, in der es sich ändern lässt. Die XML-Ausgabe ermöglicht außerdem die Integration von PDF-Dokumenten in beliebige Anwendungen auf der Grundlage dieses Standards.

Die vielleicht interessanteste Neuerung nennt sich Acrobat Connect und bezeichnet einen von Adobe eingerichteten kostenpflichtigen Online-Dienst zur gemeinsamen Arbeit an PDF-Dokumenten. Dabei wird unter einer festen Web-Adresse ein "virtuelles Klassenzimmer" für bis zu 15 Personen eingerichtet. Die Teilnehmer können sich gegenseitig auf den Bildschirm blicken (Screen-Sharing), auf einer elektronischen Tafel an Dokumenten arbeiten (Whiteboarding) und über Audio wie Video miteinander kommunizieren. Erforderlich ist nur ein Browser mit Unterstützung für die von Adobe übernommene Flash-Technik. In Acrobat 8.0 ist Adobe Connect integriert, in der bislang vorliegenden Beta-Version ließ es sich aber noch nicht testen.

Der Umgang mit den PDF-Daten ist in der neuen Version noch flexibler geworden. So lässt sich etwa wie bei einer Software für das Design von Web-Seiten der Hintergrund von PDF-Dokumenten beliebig einstellen. Für Bibliothekare und Dokumentare ist die Unterstützung des neuen Standards PDF/A interessiert, das speziell für die Langzeitarchivierung entwickelt wurde - damit Dokumente auch dann noch ihren Wert behalten, wenn es die gegenwärtigen Betriebssysteme in ihrer jetzigen Form nicht mehr gibt.

Die Windows- und Mac-Versionen für Adobe Acrobat 8.0 sind für November angekündigt. Die Professional-Ausführung wird etwa 650 Euro kosten, die einfachere Standard-Ausführung wird für 405 Euro angeboten.

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