MySpace-Kooperation fortgesetzt
Google in der Facebook-Falle

In der Welt der sozialen Netzwerke gibt es einen klaren Sieger: Längst ist Facebook an Konkurrenten wie MySpace vorbeigezogen. Dennoch will Google weiterhin treu zum Konkurrenten MySpace stehen. Dass Google im sozialen Netz auf die Nummer zwei setzt, während Microsoft mit Facebook eine Bing-Kooperation eingegangen ist, könnte für den Suchmaschinen-Giganten noch problematisch werden.
  • 0

DÜSSELDORF. MySpace teilte am Donnerstag mit, Google werde die Kooperation mit dem sozialen Online-Netzwerk bei Online-Werbung und der Suche fortsetzen. Die beiden Unternehmen haben den Angaben zufolge ihre Vereinbarung um mehrere Jahre verlängert. Noch bis vor wenigen Jahren war das ursprünglich für Musiker gedachte soziale Netzwerk MySpace von Medienmogul Rupert Murdoch das größte seiner Art weltweit. Inzwischen ist Facebook aber die unumstrittene Nummer eins und wächst weiter kräftig.

"Wir sind hocherfreut unsere Partnerschaft mit einem der weltweit größten Unternehmen des Social Web zu vertiefen", so ein Unternehmenssprecher von Google. Doch MySpace steht bei Murdorchs Medienunternehmen News Corp längst unter verschärfter Beobachtung. Das Unternehmen äußerte sich unzufrieden über die Verluste und machte deutlich, dass die Tochter in den nächsten Quartalen aufholen müsse.

Das ist allerdings unwahrscheinlich, denn für Facebook-Konkurrenten wird es zunehmend eng: Je mehr Mitglieder sich auf Facebook vernetzen, desto attraktiver wird die Plattform für neue Mitglieder. Denn die meisten User werden dorthin gehen, wo die größte Anzahl von Freunden angemeldet ist.

"Es gibt einen direkten und einen indirekten Netzwerkeffekt", erläutert Michael Coenen, Geschäftsführer des Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE) an der Heinrich-Heine-Universität. Als direkten Netzwerkeffekt bezeichnen Ökonomen den Nutzen, von dem jeder Benutzer durch jeden weiteren Teilnehmer des Netzwerks profitiert, weil er sich mit weiteren Usern verbinden kann.

Seite 1:

Google in der Facebook-Falle

Seite 2:

Seite 3:

Kommentare zu " MySpace-Kooperation fortgesetzt: Google in der Facebook-Falle"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%