Myspace siegt vor Gericht
Millionenenentschädigung wegen Spam-Überflutung

Die Internet-Plattform Myspace hat von einem US-Bundesgericht eine Entschädigung in Höhe von 230 Mill. Dollar (149 Mill. Euro) wegen Überflutung mit unerwünschten Werbemails („Spam“) zugesprochen bekommen. Es dürfte sich um die höchste Summe handeln, die jemals wegen Spammens vor Gericht erstritten wurde. Allerdings könnte es für Myspace schwierig werden, das Geld einzutreiben.

HB NEW YORK. Doch selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, hofft das Netzwerk, das zum Medienkonzern News Corp. gehört, darauf, dass das Urteil eine starke abschreckende Wirkung haben wird. „Myspace hat null Toleranz gegenüber denjenigen, die versuchen, auf unserer Seite illegal zu handeln“, sagte Hemanshu Nigam, Sicherheitschef von Myspace. Das Netzwerk werde weiterhin für die Bestrafung derjenigen sorgen, die „gegen das Gesetz verstoßen und unseren Mitglieder zu schaden versuchen“. Das Unternehmen bezeichnete das Urteil als einen Meilenstein.

Verurteilt wurden zwei der prominentesten Spammer im Internet, Sanford Wallace und Walter Rines. Sie waren nicht zu der Anhörung erschienen. Wallace hat die Spitznamen „Spamford“ und „Spam King“. Eines seiner Unternehmen hatte einmal an einem einzigen Tag in den neunziger Jahren 30 Mill. Junk-E-Mails verschickt.

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