Nach dem Börsengang
Erbitterte Konkurrenz für Google

Der milliardenschwere Börsengang markiert nach der erstaunlichen Erfolgsgeschichte des Suchmaschinenbetreibers Google einen neuen Höhepunkt für das Unternehmen. Doch längst stehen mächtige Konkurrenten wie Yahoo! und der Softwaregigant Microsoft im Kampf um den lukrativen Suchmaschinenmarkt in den Startlöchern.

HB HAMBURG/NEW YORK. Der weltgrößte Softwarehersteller Microsoft will mit seinem Internetportal MSN schon seit geraumer Zeit Google die Marktführerschaft streitig machen. So integrierte der Konzern für seine amerikanischen Kunden zum Beispiel umfangreiche Suchfunktionen über eine Werkzeugleiste, die ganz deutlich ähnliche Angebote von Yahoo! und Google imitieren. Erst vor wenigen Tagen übernahm Microsoft die kleine kalifornische Firma Lookout, die ein Programm für die schnelle Suche in E-Mail-Fächern oder auf dem Computer vertreibt - Funktionen, die nach Ansicht von Branchenexperten auch bei Google längst in der Entwicklung sind.

Mit zahlreichen Neuentwicklungen und zusätzlichen Serviceleistungen wappnet sich derzeit auch Yahoo! gegen die wachsende Konkurrenz. Mit Zukäufen etwa des Suchmaschinenbetreibers Inktomi oder des Anzeigenvermarkters Ouverture verschaffte sich das Unternehmen in der Vergangenheit einen guten Stand im Markt. Zuletzt hatte sich das Unternehmen im März vom einstigen Partner Google als Technologielieferant getrennt und setzt seither eine eigene Technik ein.

Die "Yahoo! Search Technology" (YST) soll nach Angaben des Unternehmens eine deutlich verbesserte Trefferquote erzielen. Weltweit soll inzwischen fast jede zweite Suchanfrage im Internet über die YST-Technologie bedient werden - derzeit wird sie auch vom Konkurrenten Microsoft genutzt. Allerdings will der Softwaregigant bis Ende 2004 seine eigene Technologie fertig haben. Dabei galt bislang stets Google als technologisch führend und baute seinen enormen Erfolg nicht zuletzt auf diesem Ruf auf.

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