Nach Internetspionage

Nutzer setzen auf Alternativen zu Google & Co

Alternative Suchdienste profitieren von den Spionageskandalen der Regierungen in den USA und Großbritannien. Viele Kunden kehren Google, Bing oder Yahoo den Rücken und sorgen für Zulauf bei unbekannteren Anbietern.
8 Kommentare
Suchmaschinen wie DuckDuckGo verzeichnen regen Zulauf. Quelle: Screenshot

Suchmaschinen wie DuckDuckGo verzeichnen regen Zulauf.

(Foto: Screenshot)

WashingtonSeit bekannt ist, dass die Regierungen der USA und Großbritanniens die Telefon- und Internetkommunikation von Millionen Menschen intensiv ausspähen, wenden sich viele Nutzer von den in die Kritik geratenen Suchmaschinen von Google, Microsoft und Yahoo ab.

Diese haben nach Darstellung des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden mit den Behörden kooperiert. Auch wenn die großen Internetkonzerne bestreiten, ihre Daten zur Verfügung gestellt zu haben - alternative Suchmaschinen erfreuen sich plötzlich einer rasant gestiegenen Nachfrage.

„Ich glaube, die Leute suchen nach Alternativen für den Schutz der Privatsphäre“, sagt Gabriel Weinberg, Gründer von DuckDuckGo. Die 2007 gegründete Suchmaschine speichert weder IP-Adressen, noch legt sie Nutzerprofile an. Was die Menschen im Internet suchten, gehöre zu ihren „persönlichsten Dingen“, sagt Weinberg. „Es ist etwas unheimlich, dass eine Suchmaschine so viel über dich wissen kann.“

Die großen Anbieter speichern mitunter Daten und Profile - mit der Option, so Werbung besser platzieren oder die Information an Dritte weiterverkaufen zu können. Die US-Regierung räumt ein, dass sie die so erfassten Daten im Kampf gegen den globalen Terrorismus nutzt.

In den vergangenen Jahren war DuckDuckGo nur langsam gewachsen, aber als seit Anfang Juni die ersten Berichte über das US-Spähprogramm veröffentlicht wurden, sind die Besucherzahlen stark angestiegen. Bis zum 20. Juni wurden fast drei Millionen Suchanfragen registriert, doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum.

Geld wird auch ohne Profilspeicherung verdient
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Nach Internetspionage - Nutzer setzen auf Alternativen zu Google & Co

8 Kommentare zu "Nach Internetspionage: Nutzer setzen auf Alternativen zu Google & Co"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @hermann.12: Da gebe ich Ihnen vollkommen recht. Weniger geht auch ... und ist sicherer. Wir von easyCARD können Versicherungen abschliessen, ohne perönliche Daten zu bekommen. Geht nicht? Geht doch. Soll jetzt kein Produktplacement sein, muss aber mal gesagt werden.

  • Selbstverständlich können auch die Daten bei anderen Anbietern "abgehört" werden. Je weniger allerdings dort gespeichert ist, desto aufwendiger die Recherche und je geringer die Anzahl der auswertbaren Informationen, die die Sicherheitsdienste ohnehin nichts angehen.

    H.

  • Vollkommen naiv! Als ob es den Schlapphüten bei anderen Suchmaschinen nicht möglich wäre, die Server anzuzapfen. Davon bekommt ein Suchmaschinenbetreiber im Zweifel gar nichts mit.

  • www.ecosia.org kann ich auch empfehlen...

  • Nimm: http://www.ecosia.org/ - dort findet man alles und es gehen 80% der Einnahmen (sichtbar auf dem Suchportal) in den Regenwaldschutz. So steht es dort..

  • *g*
    Yandex ist zumindest bei mir als agressiver 'Allesfresser' ausgesperrt. Der ist mangelhaft programmiert, hält sich oft nicht an die robots.txt und rast mit affenartiger Geschwindigkeit über die Server, das in der Zeit kein Nutzer eine Seite bekommt.
    Baidu oft genauso.
    Google hat es geschafft seine Webmaster so zu erziehen das die Seiten bauen womit man nicht mehr surfen kann, sondern sich jedesmal zurück zum Eingabeschlitz bewegen muß weil die Webmaster sich kaum noch trauen einen Link zu setzen, er könnte 'böse' sein und das Ranking beschädigen. Dazu kommt die German-Angst was auf der Seite falsch zu machen.
    Allein deshalb muß man schon auf andere Dienste setzen. Es wird Zeit für eine Suma 3.0, oder einen Verbund in dem man gleichzeitig mehrere Dienste durchsuchen kann z. B.

  • ich würde es mal mit yandex.com probieren....haben mit "island" eine extrem gute Suchmaschine und ein Rechenzentrum in Sibierien ;-)

  • Wie wäre es mit mehr Bewußtsein zu Keksen?
    Cookies löschen oder erst garnicht zulassen. Dann ist es wesentlich schwerer Profile zu erstellen.
    Ein Adblocker leistet auch gute Dienste. Wenn eine Site nicht in der Lage ist auch ohne Schnüffeltools auszukommen, ist es egal woher diese gefunden wird.
    Nur die Suma wechseln reicht (leider) nicht. Ziemlich naiv was ihr da vorgaukeln wollte, liebe Journalisten.

    Trotzdem ist es allemal besser auch mal andere Anbieter zu nutzen. Nur müssen die auch mit der 'Medienaufsicht' rechnen. Auch ein Punkt warum es so wenig Suchdienste gibt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%