Nach Microsoft ist nun Cisco betroffen
Geheimer Programmcode aufgetaucht

Der Netzwerkkomponenten-Hersteller Cisco hat bestätigt, dass Teile des Programmcodes ihrer Router im Internet aufgetaucht sind. Hacker könnten nun eventuelle Schwachstellen für ihre Aktivitäten missbrauchen.

hiz DÜSSELDORF. Auch geheime Programmcodes von Firmen, die glauben ihre Firmengeheimnisse gut geschützt zu haben, tauchen mittlerweile im Internet auf. Auf einer russischen Webseite sind am Wochenende nach Angaben des amerikanischen Branchendienstes Cnet Teile eines Cisco-Quellcodes aufgetaucht.

In den Routern und Switches, die den Datenverkehr in Netzwerken und im Internet verteilen und leiten, laufen Programme, die den Informationsfluss reibungslos gestalten und ein gewisses Maß an Sicherheit bieten sollen. In dem Quellcode dieser Programme liegt das Firmenwissen. Wird er durch ein Leck im Unternehmen öffentlich, so können Konkurrenten davon profitieren oder Hacker eventuelle Schwachstellen für ihre Aktivitäten missbrauchen.

Cisco ist nicht die erste Firma, die durch die Veröffentlichung von Teilen ihres Programmcodes geschädigt wird. Beim Softwaregiganten Microsoft sickerten im Februar auf bis heute noch ungeklärte Weise Teile des Windows-Codes durch, die auch umgehend im Internet auftauchten. Das Resultat war, dass Virenautoren darin eine Sicherheitslücke des Internet Explorers fanden und diese gnadenlos ausnutzten.

Cisco bestätigte jetzt, dass rund 800 Megabyte Code auf einer russischen Webseite über Computersicherheit veröffentlicht wurden. Den Code sollen anonyme Hacker bei Cisco gestohlen haben. Cisco bietet als führende Firma Netzwerkkomponenten wie Router und Switches an und wirbt mit der Sicherheit ihrer Netzwerke. Das Unternehmen sucht jetzt nach dem Leck, um zukünftig solche Pannen zu vermeiden.

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