Nach „Super Mario“ Nintendo bringt auch „Zelda“ aufs Smartphone

Nintendo sperrte sich lange dagegen, seine beliebten Figuren auf Smartphones zu bringen. Doch mit Super Mario brach der Damm. Laut einem Zeitungsbericht ist nun auch eine „Zelda“-App geplant.
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Die „Zelda“-Serie ist eines der ertragreichsten Zugpferde von Nintendo. Bald soll es das Spiel auch fürs Smartphone geben. Quelle: AP
Nintendo-Spiel „Zelda“

Die „Zelda“-Serie ist eines der ertragreichsten Zugpferde von Nintendo. Bald soll es das Spiel auch fürs Smartphone geben.

(Foto: AP)

TokioNintendo wird mutiger dabei, seine lukrativen Spielefiguren aufs Smartphone zu bringen. Nach dem Debüt von Super Mario im vergangenen Jahr solle es auch ein „Zelda“-Spiel als App geben, berichtete das „Wall Street Journal“ am Montag. Zunächst solle die Smartphone-Version des Nintendo-Hits „Animal Crossing“ voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte erscheinen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. „The Legend of Zelda“ solle folgen.

Nintendo schreckte jahrelang davor zurück, seine Spielefiguren auch in Smartphone-Apps zu packen. Der Konzern befürchtete, dass es das eigene Geschäft mit Konsolen und Spielen dafür aushöhlen könnte, wenn die Nutzer stattdessen auf dem Handy spielen. Ein Konsolenspiel kostet 30 bis 70 Euro, während man auf Smartphones die Games kostenlos oder zumindest deutlich günstiger abgeben muss.

Von Knackis und Weltraum-Zügen
The Escapists
1 von 5

Ins Gefängnis zu kommen, ist leicht – wieder herauszukommen, um einiges schwieriger. Vor diesem Problem stehen Spieler auch bei „The Escapists” von Team17. Einmal im Knast gelandet, ist der Wunsch groß, diesen Ort schnellstmöglich wieder zu verlassen. Wichtig dabei: Vorsicht und sorgfältige Planung. Denn die Wachen wollen den Freiheitsdrang der Insassen so gut es geht unterbinden.

Es lohnt sich stets, mit den Mitgefangenen zu reden, von denen es wertvolle Hinweise gibt. Ab und an müssen aber auch die Fäuste sprechen. Die spaßige und nicht immer ganz ernste Gefängnissimulation für iOS und Android ist in charmanter Retro-Optik gehalten. Der Preis: 3,99 Euro.

Cosmic Express
2 von 5

Die Planung eines öffentlichen Personennahverkehrs ist eine schwierige Sache. Noch schwieriger wird es, wenn ein Zug auf einer Raumstation im Weltall installiert werden muss. Bei „Cosmic Express” von Draknek leisten sich die Bewohner mehrerer Raumstation eine Zugverbindung. Da der Platz begrenzt ist, müssen Verkehrsplaner kreativ sein und Hindernisse umfahren.

Die richtigen Aliens müssen zur richtigen Station gefahren werden, andere umfährt man besser – denn sie springen auf und klauen die reservierten Plätze. Bei „Cosmic Express” steigt mit jedem Level die Herausforderung. Dazu gibt es charmante Optik und viel Liebe zum Detail zum Preis von 3,99 Euro für Android und iOS.

Golf Zero
3 von 5

Golf ist langweilig und simpel? Wer das behauptet, kennt „Golf Zero” nicht. Bei dem Spiel von Colin Lane Games reicht es nicht aus, den Ball in ein Loch zu schlagen. Zunächst sind die Kurse etwas komplizierter als der übliche Golfplatz. Es gilt Plattformen, Abgründe und andere Hindernisse zu überwinden. Zudem befindet sich der Spieler in akuter Todesgefahr: Der Platz ist gespickt mit Lanzen, Kreissägen und anderen scharfen Gegenständen – und der Weg zum Loch muss erst einmal gefunden werden.

Die Herausforderungen steigen immer weiter, und oft stirbt man viele digitale Tode, um ein Loch zu meistern. Für genug Motivation ist aber gesorgt, weil die Neugier auf die nächste Bahn so groß ist. „Golf Zero” ist kostenlos für iOS erhältlich.

Ticket to Earth
4 von 5

Wer größere Herausforderungen sucht, sollte einen Blick auf „Ticket to Earth” für iOS werfen. Das Spiel mixt das einfache Prinzip von Match-3-Spielen mit Rollenspiel-Elementen. Heraus kommt dabei ein eingängiges, aber durchaus forderndes Strategiespiel. „Ticket to Earth” ist rundenbasiert und setzt geschickte Kombinationen von Fähigkeiten und gute Planung voraus.

Das Spiel eröffnet viele taktische Möglichkeiten und eine Tiefe, welche die bunte Optik erst gar nicht vermuten lässt. Dazu wird eine ambitionierte Geschichte in einer weit entfernten Zukunft erzählt, die an Komplexität deutlich über den Standards anderer Apps liegt. Dazu kommen schön gezeichnete Figuren und Zwischensequenzen, die dazu beitragen, dass das Spiel von Robot Circus die 3,99 Euro Kaufpreis auch wert ist.

Shardlight
5 von 5

„Shardlight” handelt in einer postapokalyptischen Welt nach einem dritten Weltkrieg. Die Städte sind zerstört, die Armut ist groß, und Krankheiten bedrohen das Leben der einfachen Menschen. Aristokraten herrschen über diese dunkle Welt und haben die Kontrolle über Wasser, Nahrung und Medizin.

Amy Wellard arbeitet selbst für die Aristokraten, um ihre Chancen auf wichtige medizinische Behandlung zu verbessern, gerät auf ihrer Suche nach Heilung aber in ein spannendes und gefährliches Abenteuer. Wer auf gute Adventure-Kost mit düsterer Stimmung steht, wird bei „Shardlight” nicht enttäuscht werden und kann auf iOS für 4,99 Euro zuschlagen.

Nintendo musste die Zurückhaltung aber schließlich aufgeben, nachdem die Verkäufe der nur mäßig erfolgreichen Wohnzimmer-Konsole Wii U und auch des mobilen Nintendo 3DS absackten. Ende vergangenen Jahres kam Super Mario als erste von Nintendos Figuren auf das Smartphone. Die App wurde laut Nintendo 150 Millionen Mal heruntergeladen, wie viele Nutzer die rund zehn Dollar bzw. Euro für die Freischaltung des gesamten Spiels bezahlten, wurde bisher nicht bekannt.

Die „Zelda“-Serie ist eines der ertragreichsten Zugpferde von Nintendo. Die von Fans jahrelang erwartete neue Ausgabe kam zusammen mit der neuen Nintendo-Konsole Switch auf den Markt trug dazu bei, ihren Start zum Erfolg machen. Während im ersten Monat 2,74 Millionen Switch-Konsolen abgesetzt wurden, ging das separat verkaufte „Zelda“-Spiel „Breath of the Wild“ sogar 2,76 Millionen Mal über den Ladentisch. Einige Spieler müssen es sich schon besorgt haben, noch bevor sie eine Switch-Konsole erwarben. Nintendos Hoffnung ist jetzt, dass die Smartphone-Spiele es sogar schaffen könnten, neue Nutzer für die Konsolen zu gewinnen.

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  • dpa
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