Nachfolger von Plasma- und LCD-Technik sind weit entwickelt – Die Lebensdauer ist noch ein Problem
Beim Flach-TV wächst die Qual der Wahl

Selbst Bundespräsident Horst Köhler war beim Standbesuch angetan. Wenn die Weltausstellung im japanischen Aichi am 25. September ihre Tore schließt, wird eine 3-D-Bildwand mit Technologie aus Jena den Weg in das "Japanische Museum für aufstrebende Technologien und Innovation" in Tokio finden.

DÜSSELDORF. Bis dahin wird die mächtige 3-D-Bildschirmwand mit 4,40 Metern Diagonale im japanischen Pavillon dreidimensionale Einblicke in das Land des Lächelns bieten, ohne dass die Besucher die bisher übliche Brille mit den Rot-Grünfiltern tragen müssen. Spezielle Folien auf handelsüblichen Plasma- oder LCD-Monitoren und eine Software zur Datenaufbereitung der Jenaer X3D Technologies GmbH machen dies möglich.

Kaum ein anderer Bereich der Unterhaltungselektronik entwickelt sich so rasant wie die Bildschirmtechnologie. Das Zeitalter der Röhrenfernseher ist noch nicht richtig vorbei, Plasma- und LCD-Fernseher haben ihren Siegeszug gerade erst begonnen, da formieren sich bereits die Verfolger. Für den Verbraucher wird es in den kommenden Jahren nur noch verwirrender.

An vorderster Front der Verfolger stehen die so genannte SED-Technik (Surface-conduction Electron-Emitter Display) und die OLED-Technologie (Organic-Light-Emission-Diode). Beide haben einen Vorteil gegenüber heutigen LCD-Fernsehern - sie brauchen keine stromfressende Hintergrundbeleuchtung.

SED-Fernseher wollen Canon und Toshiba noch dieses Jahr verkaufen. Hier verhält sich im Prinzip jeder einzelne Leuchtpunkt des Schirms wie eine winzige Fernsehröhre. Sie strahlt also Elektronen auf eine Phosphorschicht und liefert so das bekannt brillante und farbtreue Bild, wie wir es von der traditionellen Röhre kennen.

Und hier, sagen Techniker, liegt auch noch das Problem in der Massenfertigung: Eine extrem genaue Fertigung und Ansteuerung der Bildpunkte muss sicherstellen, dass der gesamte Schirm gleichmäßig ausgeleuchtet wird. Dunklere Ecken auf dem Fernseher würden die Kunden nicht akzeptieren. Seit neun Jahren versuchen Ingenieure weltweit, das Problem in den Griff zu bekommen.

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