Nachfrage nach Navigationssystemen steigt
Blaupunkt erwartet 2005 mehr Umsatz

Der Autoradio- und Navigationsgerätehersteller Blaupunkt erwartet in diesem Jahr ein Umsatzplus von sechs Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.

HB BERLIN. Das Geschäft werde durch die Installation von Multimedia-Geräten im Auto belebt, sagte Wolf-Henning Schneider, Vorsitzender der Blaupunkt-Geschäftsführung, am Mittwoch vor Beginn der Funkausstellung (Ifa) in Berlin. Neben steigenden Zahlen bei der Erstausstattung der Automobile gebe es im Handel eine hohe Nachfrage für Radio-Navigation.

Das zum Bosch-Konzern gehörende Hildesheimer Unternehmen werde in diesem Jahr ein positives Ergebnis erzielen, sagte Blaupunkt-Chef Schneider. Traditionell nennt das Unternehmen aber keine Gewinnzahlen.

Blaupunkt hat in Europa nach eigenen Angaben einen Marktanteil bei Autoradios von 25 Prozent, bei Navigationsgeräten kommt das Unternehmen auf gut 20 Prozent Marktanteil. Der Umsatz werde zu 90 Prozent in Europa erzielt, der Rest verteile sich auf Asien und die USA. Nach Schneiders Aussage wird Video im Auto zunehmend ein Thema. 2004 seien in Westeuropa insgesamt 250 000 Bildschirme, DVD-Player und TV-Tuner abgesetzt worden. Der Markt entwickele sich in diesem Jahr in Richtung 340 000 Stück, für 2006 rechnet der Blaupunkt-Chef mit einem Absatz von 415 000 Stück.

Auf der Ifa stellt Blaupunkt als eine Neuheit ein mobiles Navigationsgerät vor, das an der Frontscheibe oder dem Armaturenbrett befestigt wird. Über den Anschluss an ein Autoradio mit digitalem Verkehrsfunk könne das Zusatzgerät die Route dynamisch berechnen und den Fahrer so um Staus herumführen.

Blaupunkt wolle mit einer neuen "Travel-Pilot-Flotte" das Marktwachstum ausschöpfen. Die Ausstattung von Autos mit Navigationsgeräten wird bei allen Fahrzeugen auf sechs Prozent geschätzt. In den Spitzenklassen seien es um die 90 Prozent, bei der Mittelklasse zwischen 50 und 60 Prozent und bei kleineren Fahrzeugen um die fünf Prozent, hieß es.

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