NACHGEFRAGT: ANDREW BURKE
Burke: „Zuschauer werden zu Kunden“

Die elektronischen Medien Fernsehen und Internet wachsen in Großbritannien zusammen. Andrew Burke, Chef von BT Entertainment, erklärt im Gespräch mit dem Handelsblatt, warum die Telekommunikationsfirma auf neue Erfahrungen setzt.

Handelsblatt: Mr. Burke, die elektronischen Medien Fernsehen und Internet wachsen zusammen. Was heißt das für die Mediennutzung?

Andrew Burke: Es kommt darauf an, das richtige Angebot zur richtigen Zeit auf das richtige Gerät zu bringen. Ich glaube, dass das Fernsehgerät weiterhin im Mittelpunkt stehen wird. Die Menschen wollen sich keine Spielfilme auf dem Computerbildschirm ansehen. Darum werden Fernsehprogramme auch morgen nicht über Breitbandnetze verbreitet werden. Doch für Nischeninhalte, die keinen eigenen Spartenkanal tragen, ist das Internet der richtige Ort.

Wie verändert sich dadurch das Verhältnis von Programmanbietern zu Zuschauern?

Der Zuschauer wird zum Kunden, das ist das Entscheidende. Die Fernsehsender müssen sich verändern. Sie müssen lernen, Kunden an sich zu binden, ihnen Dienstleistungen anzubieten, Rechnungen zu stellen. Das alles ist nicht trivial.

BT als Telekommunikationsfirma hat solche Kundenbeziehungen, doch Ihnen fehlt die Programmkompetenz. Wie wollen Sie die gewinnen, um auf dem Triple-Play-Markt mitzuhalten?

Wir produzieren keine Inhalte, wir sind Partner für Inhalteanbieter. Ich verhandele derzeit mit 45 möglichen Partnern – von Fernsehsendern über unabhängige Produktionsfirmen bis zu Filmstudios. Dazu werden wir schon bald die ersten Mitteilungen machen können.

Heißt es also in der schönen neuen Triple-Play-Welt wieder „Content is king“?

Sicher sind attraktive Inhalte sehr wichtig, aber ich würde sagen „Experience is king“. Alles muss zusammenpassen. Ohne die technische Kompetenz und die richtige Unterstützung sind die besten Inhalte wertlos.

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