Nachgefragt: Seung Kak Kang
Handy wird „Lifestyle-Schaltzentrale“

Das Handelsblatt sprach mit Seung Kak Kang, Präsident der Samsung Electronics GmbH in Schwalbach, über UMTS und die Handy-Trends der kommenden Jahre. Die Fragen stellte Alexander Freisberg:

Mit deutlicher Verspätung kamen die ersten UMTS-Angebote für den Endkunden auf den Markt. Wann rechnen Sie für Deutschland mit einem Durchbruch für den Verkauf von UMTS-Handys?

Wir haben bereits im Mai vergangenen Jahres das erste UMTS-Handy über einen Mobilfunkanbieter auf den deutschen Markt gebracht und heute eine ganze Reihe von Geräten im Angebot. Trotzdem bauen wir das UMTS-Segment konsequent weiter aus. Mit dem Start der Massenvermarktung rechnen wir bis zum Jahreswechsel. Die Akzeptanz von UMTS wird bei den Konsumenten deutlich zunehmen - nicht zuletzt wegen attraktiver Endgeräte.

Warum ist die Entwicklung von UMTS-Geräten so schwierig?

Da mit UMTS eine komplett neue Funktechnologie eingeführt wurde, war die Entwicklung tatsächlich eine Herausforderung. Mit unseren Erfahrungen mit der CDMA-Funktechnologie im asiatischen Markt konnten wir die Entwicklung allerdings stark beschleunigen. Die Funktechnologie zu beherrschen, ist jedoch nur eine Facette für den Erfolg. Mindestens genauso wichtig ist, dass die Geräte ein attraktives Design erhalten und in kompakter Größe hergestellt werden.

Welche Trends bei den Endgeräten sehen Sie für Deutschland in den nächsten Jahren?

Der Trend geht zu einer immer weiteren Vernetzung von Endgeräten aus allen Lebensbereichen - das, was wir mit digitaler Konvergenz bezeichnen. Dabei wird das Handy als eine Art Schaltzentrale des digitalen Lifestyle eine ganz besondere Rolle spielen: Schon heute sind MP3-Player und Kamerafunktionen für ein Mobiltelefon selbstverständlich. Zukünftig wird diese Konvergenz noch weitere Kreise ziehen. Wir denken an die Vernetzung mit der Home-Entertainment-Anlage oder mit portablen Entertainment-Plattformen. Wir werden zu einem Höchstmaß an Interaktion im privaten wie auch im beruflichen Umfeld kommen. Das Handy entwickelt sich immer mehr vom reinen Telefon zum Lebensbegleiter.

Die Handy-Geräteverkäufe in Europa haben sich jüngst besser entwickelt als von Experten voraus gesagt. Ist der Markt nicht irgendwann gesättigt?

In Zukunft erwarten wir eine noch stärkere Segmentierung des Marktes und der Kundenbedürfnisse. Es gibt Menschen, die nur mit dem Handy telefonieren möchten. Andererseits gibt es Zielgruppen, die einen höheren Anspruch an das Handy stellen. Wir als Handy-Hersteller reagieren darauf und bieten auch Modelle an, die über das reine Telefonieren hinausgehen.

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