Nächstes Windows kommt 2010
Windows XP ist noch quicklebendig

Mittlerweile ist das neue Microsoft-Betriebsystem Windows Vista ein halbes Jahr auf dem Markt. Am Horizont ist gar das nächste Windows in Sicht. Trotzdem ist der Vista-Vorgänger XP noch lange nicht reif fürs Altenteil.

HB FRANKFURT. Viele Unternehmen schieben die Entscheidung für Vista hinaus. Und einige Privatanwender haben sich sogar zu einem „Downgrade“ zurück zu XP entschlossen, weil unter Vista nicht alles so klappt, wie sie es sich vorgestellt haben.

„Ich kann nicht mit Vista leben, wenn die Software, die ich brauche, nicht funktioniert“, sagt Chris Pirillo, der in Seattle das Blogger-Portal Lockergnome betreibt und eigentlich ein Windows-Fan ist - so gehörte Pirillo zu den „Windows-Enthusiasten“, die sich im Auftrag von Microsoft schon frühzeitig mit Vista vertraut machten. Weil Vista die Zusammenarbeit mit seinem Kombigerät aus Drucker, Scanner und Fax verweigerte, installierte er zunächst mit VMWare eine „virtuelle Maschine“, auf der er Windows XP unter Vista laufen ließ. Aber als die Testphase für VMWare zu Ende war, wollte Pirillo das Geld für die Vollversion nicht ausgeben, warf Vista raus und installierte wieder das vertraute XP.

Im Vergleich zu Privatanwendern haben große Unternehmen weit mehr Geräte und spezielle Anwendungen, die mit dem Betriebssystem zusammenpassen müssen. Und sie haben offenbar keine Eile, auf Vista umzusteigen. Vor der Einführung von Vista - am 30. November 2006 für Firmenkunden und am 30. Januar für Privatanwender - wollten laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Forrester 31 Prozent der Unternehmen innerhalb eines Jahres auf das neue System umsteigen, weitere 22 Prozent innerhalb von zwei Jahren. Inzwischen aber seien die meisten Unternehmen zurückhaltender geworden, sagt Forrester-Experte Benjamin Gray.

Beim Kauf eines neuen Computers ist zwar in der Regel Windows Vista vorinstalliert. Aber der Computerhersteller Asus hat soeben auch ein neues Notebook mit „dem bewährten Betriebssystem Windows XP“ auf den Markt gebracht. „Im Geschäftskundenbereich ist die Verbreitung von Windows XP noch sehr hoch“, erklärt dazu Marketing-Leiter Holger Schmidt. „Deswegen möchten wir diese Nachfrage bedienen.“ Auch bei Fujitsu-Siemens hat man festgestellt, „dass ein erheblicher Teil der Unternehmenskunden Systeme mit Windows XP bestellt“. Bei den vorkonfigurierten Geräten habe Fujitsu-Siemens nach der Einführung von Vista zunächst nur noch das neue Betriebssystem angeboten. „Jetzt bieten wir wieder beide Varianten an“, sagt Sprecher Lothar Lechtenberg.

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