Navigationssystem
Rostock wird Galileo-Forschungshafen

Rostock wird Forschungshafen für das neue europäische Satellitennavigationssystem Galileo. In einer möglichst realen Testumgebung sollen dort Erkenntnisse zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Ostsee gewonnen werden, teilte das Schweriner Wirtschaftsministerium am Dienstag mit.

dpa/mv ROSTOCK. Erste Komponenten sollen im Sommer installiert werden. Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und Niedersachsen haben im Februar eine Kooperation bei Galileo vereinbart, wobei der Nordosten für die Schifffahrt zuständig ist.

Rostock soll nach dem Willen von Minister Otto Ebnet (SPD) Referenzprojekt für alle Ostsee-Anrainer werden. „Mit einer genaueren Positionsbestimmung und präziser Steuerung der Schiffe durch Satellitennavigation soll die Schifffahrt sicherer werden, besonders in hochkritischen Zonen wie Küste und Seekanal“, sagte Ebnet. Rostock eigne sich unter anderem, weil dort die Verkehrswege Straße, Schiene und Schiff kombiniert werden. So könne etwa der Weg eines Gefahrguttransports von Südeuropa nach Skandinavien überwacht werden.

Innerhalb der Drei-Länder-Kooperation erfolgt in Bayern über die „Baynavtech“ die Steuerung und Überwachung des Satellitenbetriebs. Die niedersächsische Initiative Gauss bündelt die Zertifizierung der sicherheitskritischen Anwendungen. Galileo ist das eigenständige europäische Satellitennavigationssystem, das in Konkurrenz zum US-amerikanischen GPS aufgebaut werden soll.

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