NEC-Rechner in britischer Wetterstation
Supercomputer feiert Premiere

Der neue Supercomputer des japanischen Unternehmens NEC hat am Dienstag Weltpremiere gefeiert. Die Rechenanlage SX-8 liefert im staatlichen britischen Wetterdienst Met Office in Exeter ab sofort Wetter- und Klima-Prognosen, die deutlich präziser sein sollen als es bisher möglich war.

dpa EXETER. Noch im Sommer soll das erstmals im vergangenen Oktober vorgestellte Rechensystem in Deutschland im Höchstleistungs- Rechenzentrum in Stuttgart ans Netz gehen. Die dort installierte SX-8 sei sogar rund viereinhalb Mal so leistungsfähig wie die in Exeter, sagte Jörg Stadler von der NEC High Performance Computing Europe Gmbh.

Das Met Office ist seit 140 Jahren der nationale Wetterdienst von Großbritannien und stellt seine Dienstleistungen Behörden, Handel, Industrie und Medien zur Verfügung. Die über 40 Mill. Euro teure Rechenanlage soll die Leistung des seit 2003 im Einsatz befindlichen Supercomputers glatt verdoppeln. Jeder der insgesamt 120 Prozessoren hat nach Angaben von NEC eine Spitzenleistung von 16 Mrd. Berechnungen in der Sekunde. Dafür müsste man alternativ rund 8 000 Personal Computer einsetzen.

Die im Bau befindliche SX-8 für das Höchstleistungsrechenzentrum in Stuttgart soll ab Sommer Forschern bundesweit etwa zur Berechnung von Turbinen- oder Flugzeugsimulationen zur Verfügung stehen. Unter die zwei Mal jährlich erstellte „Top 500“ der weltweit schnellsten Supercomputer wird aber auch die Stuttgarter Anlage nicht gelangen. „Es gibt Systeme, die in der Liste sehr gut abschneiden, aber dem Anwender dennoch keine Freude bereiten“, sagte Stadler. Die SX-8 sei dagegen für die jeweiligen, zum Teil sehr anspruchsvollen Aufgaben, die die Anlage übernehmen soll, besonders optimiert.

Der japanische Hersteller NEC hatte mehr als zwei Jahre lang mit seinem „Earth Simulator“ die „Top 500“ mit Abstand angeführt. Im vergangenen November wurde die Anlage von Ibms „Bluegene/L“ übertroffen, der fast 12 000 Mal schneller als ein moderner PC sein soll. Europas schnellster Supercomputer belegte in der weltweiten Liste Platz vier. Die Anlage „Marenostrum“ von IBM unterstützt an der polytechnischen Universität in Barcelona die Forscher bei der Erforschung von Genen und Proteinen, Klimaveränderungen und neuen Medikamenten.

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