Net Mobile profitiert von China-Geschäft
Mobilfunk-Zulieferer zieht es nach Asien

Das Asien-Geschäft entwickelt sich zum Wachstumsmotor des Mobilfunkzulieferers Net Mobile AG aus Düsseldorf.

slo/Bloomberg DÜSSELDORF. Umsätze in dieser Region sollen im kommenden Geschäftsjahr auf mehr als 20 Mill. Euro steigen und damit etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes ausmachen, sagte Theodor Niehues, Chef der Net Mobile dem Handelsblatt. Derzeit lägen die Asien-Erlöse im niedrigen einstelligen Millionenbereich.

Net Mobile liefert mobile Datendienste und stellt Mobilfunkgesellschaften technische Plattformen für den Vertrieb von Handy-Spielen, Klingeltönen und ähnlichen mobilen Inhalten zur Verfügung. Im laufenden Geschäftsjahr, das im September endet, erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 50 Mill. Euro. Vor mehr als einem Jahr hat Net Mobile eine Niederlassung in China eröffnet, dem derzeit größten Mobilfunkmarkt mit mehr als 350 Millionen Nutzern. Zudem ist Net Mobile bereits in Japan aktiv und erwägt demnächst den Einstieg auf dem indischen Mobilfunkmarkt.

Net Mobile konkurriert mit Unternehmen wie der italienischen Buongiorno Vitaminic und der britischen I-Touch. Auch Buongiorno will nach Asien expandieren. Das Unternehmen suche derzeit verstärkt nach Partnern in dieser Region, nachdem man in den USA und Mexiko bereits aktiv sei, kündigte Andrea Casalini, Chef des italienischen Unternehmen an. Buongiorno Vitaminic erwartet im laufenden Jahr einen Umsatz von 120 Mill. Euro – nach 81 Mill. Euro im Vorjahr – und einen Nettogewinn von neun Mill. Euro. Damit würde das Unternehmen zum ersten Mal schwarze Zahlen schreiben.

Die Branche der Zulieferer im Mobilfunkgeschäft glänzt derzeit mit zweistelligen Wachstumsraten und profitiert dabei vor allem von dem Bemühen der Mobilfunkgesellschaften, ihren Kunden mobile Datendienste schmackhaft zu machen und so ihre Umsätze anzutreiben. Derzeit machen solche Angebote etwa 16 Prozent des Umsatzes der Mobilfunkbetreiber aus.

Vor allem Klingeltöne und Handyspiele stoßen bereits auf zunehmende Nachfrage vor allem bei den Jugendlichen unter den Handy-Nutzern. Bis 2008, so prophezeien Studien seriöser Marktforschungsgesellschaften, soll allein der europäische Klingelton-Markt von 800 Millionen Euro im Jahr 2003 auf dann drei Milliarden Euro anschwellen. Der Weltmarkt für Mobiltelefon-Spiele soll von zwei Mrd. Dollar in diesem Jahr auf mehr als fünf Mrd. Dollar bis zum Jahr 2008 steigen.

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