Netbooks
Der Mini-Rechner ersetzt die Handtasche

Sie gelten bei den Computerherstellern als Hoffnungsträger und sollen die Umsatzdellen in anderen Segmenten ausgleichen. Dabei sind die neuen Netbooks sind nicht nur günstige Zweitgeräte für Geschäftskunden, sie folgen auch Modetrends. Die Entwicklungen der Billigrechner.

DÜSSELDORF. "Während die Umsätze mit normalen tragbaren Geräten zurückgehen, werden die Mini-Notebooks weiter den Markt durchdringen und den Trend zum Einsatz mehrerer Geräte in diesem Jahr stützen," sagt Eszter Morvay, Analystin beim Marktforschungsunternehmen IDC. Der Anbieter Hewlett-Packard hat bei den Mini-Notebooks die Nase vorn. Konkurrenten sind Acer mit seiner Multimarkenstrategie sowie Asus mit einer breiten Produktpalette und vorteilhaften Vertriebsabkommen mit Telekommunikationsunternehmen.

Nach Schätzungen von IDC werden bis zum Jahr 2012 zwölf Millionen Netbooks über den Ladentisch gehen. Der Experte Achim Schnabel von der Beratungsgesellschaft Accenture sieht in dem Aufkommen der kleinen Computer eine der größten Veränderungen im IT-Markt der vergangenen zehn Jahre. Dank größerer Bildschirme im Vergleich zu Handcomputern (PDA) könne man damit "wirklich arbeiten", sagt Schnabel. Der Trend gehe zu hochwertigen Produkten mit Zehn-Zoll-Displays.

Ein Zweitgerät werden die Netbooks aber bleiben, zumindest im Businessbereich. "Durch das gestiegene Informationsbedürfnis fordert heute jedes Familienmitglied ein Gerät mit einem eigenen Web-Zugang ein", sagt Stefan Engel, Geschäftsführer von Acer in Deutschland. Das Netbook positioniere sich geschickt zwischen dem kompletten, aber schweren Notebook und Smartphones wie dem iPhone und den Blackberry-Geräten, sagt Engel. Er selbst schätze sein Netbook als reines Mail-Tool für Tagesreisen. "Wenn ich nur einen Tag unterwegs bin, nehme ich kein Notebook mit, sondern nur das Netbook, weil ich dann meist ohne Powerpoint auskomme."

Ein gewisser Verdrängungseffekt sei da nicht zu vermeiden, sagt der Acer-Chef: "Sicher gehen im Netbook-Bereich die Stückzahlen definitiv auf Kosten von Notebooks, vor allem im Low-End-Bereich. Die deutliche Mehrheit sind aber Zusatzgeräte."

Die Geräte eignen sich vor allem für Menschen, die mobil einfache Anwendungen nutzen wollen, für Spiele oder gar Videos sind sie nicht geeignet. Das könnte sich mit der nächsten Gerätegeneration ändern: Intel hat mit Pineview einen Nachfolger des bislang eingesetzten Atom-Prozessors angekündigt. Er soll zwei Prozessorkerne und eine integrierte Grafikeinheit haben. Das kommt vor allem Spielern zugute.

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