Netbooks
Die kleinen Stars der Cebit

Unter den mobilen Computer zählen vor allem die kleinen Netbooks derzeit zu den großen Stars. Für manchen Hersteller ist die neue Geräte-Klasse in den Zeiten der Krise auch ein willkommener Retter in der Not.

dpa HANNOVER. Unter den mobilen Computer zählen vor allem die kleinen Netbooks in der Computer-Branche und bei den Verbrauchern derzeit zu den großen Stars.

Zahlreiche Hersteller präsentieren auf der diesjährigen Cebit in Hannover noch bis zum Sonntag ihre neusten Modelle und weisen mit Design-Studien bereits den Weg in die Zukunft. Für manchen Hersteller ist die neue Geräte-Klasse in den Zeiten der Krise auch ein willkommener Retter in der Not: denn die kleinen, mobilen Mini-Computer haben sich für den derzeit schwer angeschlagenen PC-Markt inzwischen zur verlässlichen Stütze entwickelt.

Der Netbook-Pionier Asus zeigt in Hannover eine ganze Reihe von neuen Rechnern und Lösungen aus seiner Eeepc-Reihe, mit der das Unternehmen vor rund anderthalb Jahren erstmals die neue Geräte-Kategorie eingeführt hatte. Zwar sind die Netbooks im untersten Preissegment bis 400 Euro angesiedelt, optisch laufen sie aber mittlerweile zu edlen Höchstformen auf.

Der neue Eeepc 1008ha zum Beispiel steckt in einem perlmutfarbenem Hochglanzgehäuse und ist gerade einmal 2,5 Zentimeter dick. Das knapp über ein Kilo schwere Gerät synchronisiert seine Daten mit dem stationären PC einfach per Knopfdruck und tauscht auch Dokumente ohne Internet-Verbindung über Bluetooth aus.

Allem Anschein nach hat sich bei vielen Verbraucher die Meinung durchgesetzt, dass auch bei mobilen Computern viel nicht immer auch viel hilft. Vor allem im Einsatz unterwegs sind Benutzerfreundlichkeit, Gewicht und Stromhunger der Geräte oft weit wichtiger als reiche Ausstattung und satte Prozessorleistung. Der ebenfalls aus Taiwan stammende Hersteller MSI zeigt bereits Modelle, die noch in diesem Jahr mit der nächsten Generation von Intels stromsparenden Atom-Prozessoren ausgestatten sein sollen. Das werde die Batterielaufzeit der mobilen Rechner noch einmal erheblich erhöhen, sagte MSI-Sprecher Sascha Faber.

Mit seinen Atom-Prozessoren adressiert der weltgrößte Chiphersteller derzeit nicht nur den Note- und Netbook-Markt, sondern will sich etwa im Gesundheitswesen oder im Maschinenbau neue wichtige Märkte erschließen. Der Atom ist günstig in der Herstellung und vor allem klein und stromsparend gegenüber normalen PC-Prozessoren. "Wir werden derzeit überrollt vom Erfolg", sagte Hannes Schwaderer, Geschäftsführer von Intel Deutschland, am Donnerstag.

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