Netz des Informationsverbunds Berlin-Bonn blockiert
Bundesregierung kämpft weiter mit E-Mail-Flut

Kommunikationsprobleme belasten den Informationsverbund Berlin-Bonn (IVBB). Der Verbund ist dabei eine Art internes "Hochsicherheitsnetz" der nach wie vor auf zwei Standorte verteilten Bundesregierung.

HB BERLIN. Die Bundesregierung ist durch eine gewaltige E-Mail-Flut auf den kommunikationstechnischen Stand der frühen 90-er-Jahre zurück geworfen worden. Nach Handelbslattinformationen soll seit Donnerstag in Berlin ein Bericht vorliegen, der dies bestätigt.

Aus dem Schreiben des Informationsverbundes Berlin Bonn (IVBB) geht hervor, dass über eine halbe Million unerwünschter elektronischer Nachrichten, sogenannte Spam-Mails, die zentralen Mail-Rechner des IVBB nahezu lahm gelegt haben. Dadurch sind alle Ministerien und das Bundeskanzleramt von der Mailflut betroffen. Die rund 510 000 unerwünschten Mails empfangen die Mitarbeiter der Regierung seit dem Wochenende ihre E-Mails oft mit mehrtägiger Verspätung. Von ihnen versandte elektronische Post braucht teilweise länger als ein per Post verschickter Brief. „Wir sind E-Mail-mäßig völlig lahm gelegt“, sagte ein Ministeriumsmitarbeiter. Ein anderer meinte ironisch, man könnte auf die Idee kommen, auf Brieftauben umzusteigen.

Das Bundesinnenministerium wies die dradtische Darstellung zurück. „Es ist falsch, dass die E-Mail-Server der Bundesregierung lahmgelegt sind“, sagte ein Ministeriumssprecher. Richtig sei, dass es derzeit eine höhere Belastung des Servers durch Spam-Mails und einen Virus gebe. „Dies kann dazu führen, dass der E-Mail-Empfang und -Versand verzögert sein kann.“ Ein Sprecher des zuständigen Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestätigte den Vorfall.

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