Netzwerkeffekt: Warum Facebook der Konkurrenz keine Chance lässt

Netzwerkeffekt
Warum Facebook der Konkurrenz keine Chance lässt

Es klingt paradox: Facebook ist einer jüngsten Umfrage zufolge bei den US-Verbrauchern unbeliebt, regelmäßig hagelt es scharfe Kritik von Datenschützern. Dennoch scheint das Wachstum des größten sozialen Online-Netzwerks unaufhaltsam. Gerade erst hat Facebook die Marke von 500 Millionen Nutzern überschritten. Der Grund: Die Internet-Ökonomie funktioniert nach eigenen Gesetzen.
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DÜSSELDORF. Nur sechs Jahre nach der Gründung sind eine halbe Milliarde Menschen auf dem größten sozialen Online-Netzwerk Facebook aktiv. Die ursprünglich für den Austausch von Studenten in den USA entwickelte Plattform wird inzwischen von Menschen in aller Welt genutzt, um sich mit einer persönlichen Profilseite zu präsentieren, Fotos zu zeigen und sich mit Bekannten auszutauschen.

Für Konkurrenten wird es zunehmend eng: Je mehr Mitglieder sich auf Facebook vernetzen, desto attraktiver wird die Plattform für neue Mitglieder. Denn die meisten User werden dorthin gehen, wo die größte Anzahl von Freunden angemeldet ist. Technische Innovationen, gutes Design und leichte Benutzbarkeit rücken da in den Hintergrund.

Dass Facebooks Kapital in erster Linie die Nutzer und nicht die Serviceleistunegn sind, zeigt auch eine am Montag veröffentlichte Umfrage. Auf der einhundertstufigen Zufriedenheitsskala des American Consumer Satisfaction Index (ACSI) erreicht das Online-Netzwerk gerade mal einen Wert von 64 und ist damit eines der am schlechtesten bewerteten Unternehmen aller untersuchten Branchen. Der Social-Media-Dienst liegt gleichauf mit den bei US-Verbrauchern generell unbeliebten Fluggesellschaften und Kabel-TV-Sendern.

Zu den häufigsten Beschwerden der Facebook-Nutzer gehören Datenschutz- und Sicherheitsbedenken, die für Updates verantwortliche Technik, die Flut der Anzeigen und Spam-Meldungen sowie ständige, unvorhergesehene Änderungen in der Navigation und der Sichtbarkeit der eigenen Daten für andere.

Doch trotz aller Beschwerden wächst Facebook rasant. Grund dafür dürfte in erster Linie der Netzwerkeffekt sein. So bezeichnen Ökonomen das Phänomen, dass der Nutzen für jedes Mitglied des Netzwerks mit jedem weiteren User wächst. „Es gibt einen direkten und einen indirekten Netzwerkeffekt“, erläutert Michael Coenen, Geschäftsführer des Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE) der Heinrich-Heine-Universität. Als direkten Netzwerkeffekt bezeichnen Ökonomen den Nutzen, von dem jeder Benutzer durch jeden weiteren Teilnehmer des Netzwerks profitiert, weil er sich mit weiteren Usern verbinden kann.

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  • Der Artikel geht von Netzwerkeffekten in sozialen Netzwerken aus. Mehrere Studie zeigen aber, dass diese in diesen nicht existieren.

  • Außer der für das Handelsblatt peinlichen Anzahl an Rechtschreibfehlern ist dieser Artikel durchaus interessant.

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