Netzwerkschutz oft nur auf Basisniveau
Zweifelhafte Sicherheit von Passwörtern

Obwohl bekannt ist, dass Passwörter nur dann verlässlichen Schutz bieten, wenn sie aus komplizierten Buchstaben-Zahlen-Kombinationen bestehen und regelmäßig gewechselt werden, fühlen sich die meisten IT-Verantwortlichen mit diesem Zugangsschutz sicher.

hiz DÜSSELDORF. Das Passwort ist nach wie vor das Mittel der Wahl, um den externen Zugriff von mobilen Mitarbeitern auf das Unternehmensnetzwerk abzusichern. So jedenfalls das Ergebnis einer Umfrage von Safenet unter rund 200 IT-Verantwortlichen in Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Dabei ist der Einsatz von Passwörtern nicht problemlos. Als einigermaßen sicher gelten nur komplizierte Buchstaben-Zahlen-Kombinationen, die regelmäßig gewechselt werden. Sie sollten auch nicht auf dem Schreibtisch notiert und an Kollegen weitergeben werden. Das erfordert einen disziplinierten Umgang der Anwender mit den Kennwörtern. Trotzdem fühlt sich die Hälfte der befragten Verantwortlichen allein damit bereits ziemlich sicher. Nur 17 Prozent setzen zusätzlich Tokens ein, gut sieben Prozent Smartcards. Biometrische Sicherungen spielen im deutschsprachigen Markt noch keine Rolle. Gerade einmal drei Prozent nutzen die Authentisierung per Fingerabdruck oder Iris.

„Wie überall nimmt auch im deutschsprachigen Markt die Zahl der mobilen Mitarbeiter zu", weiß Ansgar Dodt, Director Business Development EMEA bei Safenet. „Das Passwort allein bietet in der Regel keinen ausreichenden Schutz beim Remote Access. Sinnvoller ist es, mehrere Sicherheitsmechanismen miteinander zu kombinieren - wie es etwa die Zwei-Faktor-Authentisierung mit der Kombination aus PIN und Smartcard oder Token vorsieht."

Eine weitere effektive Sicherheitsmaßnahme ist die Verschlüsselung der Inhalte. Das gilt nicht nur für Daten im Unternehmensnetzwerk, sondern auch für den Einsatz von mobilen Geräten im Außendienst. Denn dort zeigen sich nach der Umfrage die größten Sicherheitslücken. Nur zwölf Prozent verschlüsseln die Daten auf ihren Handhelds wie PDAs und Smartphones. Bei mobilen Datenträgern wie USB-Sticks macht sich nur ein Viertel diese Mühe. Wird der mobile Begleiter allerdings irgendwo vergessen, verloren oder gestohlen, sind im Zweifelsfall unternehmenskritische Daten für unberechtigte Dritte direkt einsehbar.

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