Neue Angebote möglich
Fernseh-Empfang wird digital

Die Welt des Fernsehens ist derzeit von starken Veränderungen geprägt. In den Ballungsgebieten wird der Empfang über Antenne von Analog- auf Digital-Technik umgestellt. Aber auch bei der Einspeisung über Satellit oder Kabel gibt es technische Veränderungen und damit verbunden neue Angebote.

HB MÜNCHEN. Das Schlagwort DVB-T sorgt derzeit für Unruhe im Großraum München und Nürnberg, denn Ende Mai wird der Empfang von TV-Signalen von analog auf digital umgestellt. Wer sich bis dahin kein Zusatzgerät besorgt hat, wird spätestens Ende August vor einem schwarzen Bildschirm sitzen. Denn werden auch die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ihre Analogsender in diesem Raum abschalten. Die freien Anbieter tun dies schon am 30. Mai.

Die Regionen Berlin/Brandenburg, Ballungsgebiete in Norddeutschland, sowie die Gebiete Rhein/Ruhr und Rhein/Main haben die Umstellung schon hinter sich. Der Raum Stuttgart und weitere Regionen werden noch in diesem Jahr oder Anfang kommenden Jahres folgen. Bis 2010 sollen dann alle Gebiete der Bundesrepublik flächendeckend in den Genuss des digitalen Fernsehens über Antenne kommen. Die Frage, ob es sich dann um eine echte Flächendeckung - also auch in ländlich strukturierten Gebieten - oder nur um ein breites Angebot in allen Ballungsgebieten handelt, ist derzeit noch nicht endgültig geklärt.

Durch die Umstellung kommt es zu einigen technischen Zwängen in unseren Wohnzimmern. Zusätzlich werden gerade Laien mit einer Reihe neuer Begriffe konfrontiert die häufig für Verwirrung sorgen. Gerade ältere Menschen, die noch in ihren eigenen vier Wänden leben, sind davon betroffen und brauchen die Hilfe der technisch versierten Enkelkinder. Daher zunächst einmal die Erklärung einiger neuer Begriffe und Kürzel, die uns derzeit überschwemmen:

  • DVB steht für Digital Video Broadcasting. Das Ziel der unter diesem Zeichen laufenden Projekte ist es, das analoge Fernsehen über Satellit, Antenne (terrestrisch) oder Kabel abzulösen. Um die weltweit nötigen Standards zu schaffen gibt es ein Konsortium, welches die Spezifikationen festlegt.
  • Das digitale Fernsehen hat den Vorteil, dass durch eine Signal-Komprimierung (in diesem Fall MPEG-2) mehrere Programme auf einem Kanal übertragen werden können. So werden z.B. im Programmbouquet von ZDF.vision über einen Transponder die Sender ZDF, ZDF.info, ZDF.doku, ZDF Theaterkanal, arte, 3sat, EuroNews, Eurosport und Kinderkanal angeboten.
  • Im analogen Zeitalter konnte nur ein einziges Programm pro Transponder übertragen werden. Auch der Bedienkomfort ist bei der digitalen Übertragung größer wie etwa einen elektronischen Programmführer sowie bessere Bilder- und Tonqualität.
  • Weiterhin ist es mit DVB möglich, interaktives Fernsehen und damit verbunden entsprechende Dienste anzubieten.
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