Neue Bedrohung für den Zahlungsverkehr
Trojaner spioniert übers Netz

Neben den herkömmlichen Viren und Würmern, den Phishing Attacken mittel Spam taucht jetzt eine neue Bedrohung für vertrauliche Informationen auf: Ein Trojaner, der Netzwerke abhört.

hiz DÜSSELDORF. Wie der britische New Scientist berichtet, ist eine neuer Trojaner im Internet aufgetaucht, der den Netzwerkverkehr eines LANs abhört. Wenn er dabei Datenstrukturen entdeckt, die auf Usernamen oder Passwörter hindeuten, werden die Daten an eine Adresse in einem IRC-Netzwerk, eine Internet Chat Dienst, geschickt.

Der neue Schädling mit dem Namen Troj/SDBot.UJ ist Mitglied einer Familie von konfigurierbaren IRC-Backdoor-Trojanern. Er läuft im Hintergrund und verbindet sich mit einem vordefinierten IRC-Server. Er schaltet sich dabei in einen vordefinierten Kanal ein und wartet auf Befehle, um diese auszuführen. Das kann bis zur vollständigen Kontrolle des befallenen Rechners gehen.

Einmal auf einem Rechner eingenistet, startet der Wurm ein Schnüffelprogramm. Dadurch werden die Datenpakete, die er über das lokale Netz sieht, analysiert und nach Usernamen und Passwörtern durchsucht. Diese Technik wenden auch Hacker an, wenn sie einmal in ein Netz eingedrungen sind. Sie wollen sich damit Zugriff auf alle Informationen verschaffen. Der Trojaner schickt die Datenpaket, die in das Analysemuster passen, über das Internet weiter. Der Wurm sucht darüber hinaus nach Zahlvorgängen des „PayPal“ Dienstes, um so an das Geld ahnungsloser Anwender zu kommen

Experten glauben nicht, dass der Schädling sich epidemieartig verbreiten wird, da die aktuellen Virenscanner ihn entdecken und er zudem sich auf die bekannten Sicherheitslöcher stürzt, die mit den Windowsaktualisierungen ausgemerzt sind. Da sich DSBot.UJ allerdings auf alle Datenpakete stürzt, die im Netz unterwegs sind, können auch Anwender von nicht befallenen Rechnern Opfer der Attacke werden.

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