Neue Chips sollen die Nutzung digitaler Filme, Musik und Fotos erheblich verbessern
Intel will das Wohnzimmer erobern

Über Jahrzehnte hinweg hat Intel sein Kerngeschäft darin gesehen, die Mikroprozessoren für Personalcomputer immer schneller zu machen und dabei gleichzeitig die Kosten zu senken. Zu Beginn dieser Woche hat nun der Primus der Chiphersteller einen zusätzlichen Weg eingeschlagen, seine Zukunft zu sichern.

HB MÜNCHEN. Mit einer Reihe neuer Prozessoren, die stark auf Einsätze in der Verbraucher- und Unterhaltungselektronik ausgerichtet sind, will sich der im kalifornischen Santa Clara ansässige Konzern einen Spitzenplatz in diesem rasch wachsenden Anwendungsfeld sichern und so neue Einnahmequellen erschließen.

Neben neuen Pentium-4-Zentralprozessoren hat Intel am Montag weltweit einen aus drei Chips bestehenden Satz vorgestellt, der in einer neuen Generation von Personalcomputern bei der Aufgabe unterstützen soll, den PC zur leistungsfähigen Zentrale für das vernetzte Zuhause machen und die Nutzung digitaler Daten wie Filme, Musik und Fotos erheblich vereinfachen. Mit den unter dem Codenamen „Grantsdale“ und „Alderwood“ entwickelten neuen Halbleitersätzen will Intels aufsteigender Star Paul Otellini - er gilt als künftiger Chef des Branchenführers - ein neues Zeichen von „Innovation und Integration“ setzen.

„Wir haben unser Design-Paradigma verändert“, sagte Otellini vor einem Monat während eines Analystentreffens in den USA. „In der Zukunft wollen wir nicht nur die Zahl der Gigahertz (=Verarbeitungsgeschwindigkeit der Chips - Anm. der Redaktion) erhöhen, sondern eine Reihe neuer Funktionen integrieren, die der Anwender braucht.“ Nach den Plänen von Intel und seinem Softwarepartner Microsoft ist der Personalcomputer künftig nicht nur eine Büro- oder Rechenmaschine, sondern soll als eine multimediale Medienzentrale den gesamten Haushalt einschließlich des Wohnzimmers erobern.

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