Neue Datenzentren
Für Internet-Riesen wird Strom zum wichtigen Kostenfaktor

Die hohen Strompreise werden für große Internetunternehmen wie Yahoo, Google und Microsoft zunehmend zu einem Faktor bei der Standortsuche. Große Datenzentren verbrauchen mittlerweile so viel Strom wie eine mittlere Kleinstadt.

je PORTLAND. Entsprechend wichtig sind niedrige Strompreise, aber auch eine sichere Energieversorgung.

Von dieser Entwicklung profitieren nun Städte im Nordwesten der USA, die bisher kaum im Fokus der Internet-Industrie standen: Die Städte Wenatchee und Quincy im US-Bundesstaat Washington zum Beispiel leben bisher hauptsächlich von Landwirtschaft, The Dalles in Oregon ist ein alternder Industriestandort. Gemeinsam ist ihnen der Anschluss an ein hochleistungsfähiges Glasfaser-Netz und die Lage nahe am mächtigen Columbia Fluss. Der sichert ihnen den Zugang zu billigem Strom von verschiedenen Wasserkraftwerken. Der lockt nun die Internet-Firmen. Yahoo plant große Datenzentren in Wenatchee und Quincy, Microsoft kaufte in Quincy ein gut 30 Hektar großes Gelände für ein Zentrum, und die Bauarbeiten an Googles Datenzentrum in The Dalles sind weit fortgeschritten.

Um Millionen von Websurfern in Bruchteilen von Sekunden mit Suchergebnissen, Werbung, Musik und Videos zu beliefern, brauchen die Internetfirmen schnelle Datenleitungen und ganze Armeen von Computern, so genannte Server, die sie in großen Datenfabriken konzentrieren. Experten schätzen, dass Google mittlerweile über 450 000 Server in mindesten 25 Zentren auf der ganzen Welt unter Strom hält. Bei Microsoft sind es über 200 000. Ihre Zahl soll bis 2011 auf 800 000 wachsen. Um zu Google aufzuschließen, will Microsoft im nächsten Jahr zusätzlich zwei Mrd. Dollar investieren. Google selbst will 1,5 Mrd. Dollar in ihre Computer-Infrastruktur, genannt Googleplex, stecken. Microsoft, das ehrgeizige Pläne für eigene Dienste auf dem Internet hat, erwartet in den nächsten fünf Jahren eine Verdreifachung seines bereits stark gestiegenen Stromkonsums.

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