Neue Display-Technologie von Sharp
Auf den Blickwinkel kommt es an

Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin zeigt der japanische Elektronik-Konzern Sharp Displays, auf denen aus verschiedenen Blickwinkeln zwei unterschiedliche Bilder zu sehen sind.

HB BERLIN. Beim Einbau ins Auto kann damit zum Beispiel der Fahrer auf dem selben Monitor die Anzeige eines Navigations-Systems sehen und der Beifahrer einen Film. Einen konkreten Termin für die Markteinführung gibt es noch nicht, der US- Autohersteller General Motors habe aber bereits den Einbau in einige seiner Modelle angekündigt.

Ein weitere ähnliche Technik, die ebenfalls auf einer so genannten "Parallax-Barriere" basiert, verhindert, das man von der Seite das Bild auf einem LCD-Display sehen kann. Damit könnte zum Beispiel keiner außer dem Nutzer die Geheimnummer an einem Geldautomaten sehen und ein Tischnachbar könnte keine E-Mails mitlesen. Auch hier ist der Zeitpunkt für einen Marktstart noch offen. Für die Zukunft arbeite Sharp an LCD-Bildschirmen, die man zusammenrollen kann, sagte Sharp - Präsident Katsuhiko Machida am Samstag auf der IFA.

Machida stellte einen weiteren deutlichen Preisrückgang bei LCD- Bildschirmen in Aussicht, wenn in einem Jahr das neue Sharp-Werk in Kameyama die Produktion aufnimmt. Dort sollen erstmals Roh-LCD- Panels mit Seiten-Längen von jeweils mehr als zwei Meter gefertigt werden. Damit können aus einer Roh-Einheit mehr Bauteile für einzelne Geräte zugeschnitten werden. Mit der Kapazität des neuen Werks könnten zum Beispiel mehr als fünf Millionen 32-Zoll-Bildschirme (81 Zentimeter) im Jahr produziert werden. Sharp ist der führende Produzent von LCD-Displays mit einem Marktanteil von 20 Prozent.

Der japanische Konzern bringt in Europa im Dezember dieses Jahres einen LCD-Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 65 Zoll (rund 1,6 Meter) auf den Markt. Pro Tag sollen 1000 Geräte produziert werden. Der Preis, der noch deutlich höher ist als bei Plasma- Fernsehern vergleichbarer Größe, werde vor allem mit dem Start der neuen Fabrik sinken. Technisch könnten auch LCD-Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 150 Zoll (3,8 Meter) gebaut werden, dafür gebe es aber keine Nachfrage, sagte Machida. Auf der IFA zeigt der südkoreanische Konkurrent Samsung den weltgrößten LCD-Fernseher mit einer Diagonale von 82 Zoll (rund zwei Meter).

Machida hatte bei seinem Amtsantritt 1998 das Ziel gesetzt, möglichst schnell nur noch LCD-Fernseher statt Röhrengeräten zu verkaufen. Der Anteil der Flachbildgeräte an Sharps Fernseher- Umsätzen lag zuletzt bereits bei 90 Prozent.

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