Neue Empfangsgeräte
Das Mobil-TV lernt endlich laufen

Auch die Fußball-WM konnte es nicht richten: Wirklich hosentaschentauglich ist das Fernsehen bislang noch nicht geworden. Doch der Optimismus ist geblieben und wird auf der Cebit hochgehalten. Und tatsächlich gibt es Grund zur Hoffung.

DÜSSELDORF. Die Landesmedienanstalten vergeben nun Frequenzen für den DVB-H-Standard (Digital Video Broadcasting - Handheld) vergeben. Bislang herrscht großes Abwarten, welcher Übertragungsstandard das Rennen macht. Alternativen zu DVB-H sind UMTS und DMB (Digital Multimedia Broadcasting).

Die Hersteller stehen mit Produkten in den Startlöchern und zeigen sich flexibel: "Wir favorisieren keinen Standard, sondern sind offen für alles", sagt Samsung-Sprecher Oliver Cyrus. In Korea, dem Heimatland von Samsung, gehört mobiles Fernsehen längst zum Straßenbild. Dort, wie auch in Italien, hat sich DMB durchgesetzt. Hierzulande konnten bislang über DMB nur vier Programme empfangen werden. DMB beruht auf der Infrastruktur des Digitalradios (DAB) und ist seit der WM in Deutschland auf Sendung. Die über Debitel und Mobilcom vermarktete Technik soll in den kommenden Monaten auf acht TV-Programme ausgebaut werden; 20 könnten es theoretisch sein. Mit dem Dual-Band-Handy SGH-P900D von Samsung lässt sich bereits das volle Programm empfangen - allerdings nur in wenigen deutschen Großstädten wie Berlin, Köln oder München.

Indes schraubt Samsung fleißig an Qualität und Komfort des Mobile TV, so dass die kommende Geräte-Generation neben der direkten Fernsehaufnahme auch eine Bild-im-Bild-Funktion standardmäßig anbietet, mit der zwei Programme gleichzeitig angeschaut werden können. Weiterer Trend: schärfere Bilder. Kürzlich stellte Samsung in Korea ein TV-Handy mit 10-Megapixel-Kamera und einem "True Color"-LCD-Bildschirm vor. Dieser bildet 16 Millionen Farben ab und damit fast das gesamte natürliche Farbspektrum. Nokia setzt weiterhin auf seinen N92 Multimedia-Computer - und den Übertragungsstandard DVB-H.

DVB-H setzt auf DVB-T auf, den am weitesten verbreiteten digitalen Rundfunkstandard, und wurde für die mobile Nutzung optimiert. "Eine Vielzahl von Unternehmen entwickelt derzeit DVB-H-Produkte", sagt Kai Froese, Business Manager Mobile TV im Unternehmensbereich Multimedia von Nokia in Deutschland. "Außerdem zeichnet sich der Standard durch einen geringen Energieverbrauch und stabile Funktionalität aus. Auch an Orten mit schwierigen Empfangsverhältnissen." Zudem biete die Lösung die erforderliche Bandbreite für anspruchsvolle audiovisuelle Inhalte, was vor allem für Werbetreibende interessant sei.

Seite 1:

Das Mobil-TV lernt endlich laufen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%