Neue Epidemien im Anmarsch: Die Viren-Trends für 2004

Neue Epidemien im Anmarsch
Die Viren-Trends für 2004

Zusammenbrechender Internet-Verkehr, hilflose Firmennetz-Administratoren, erschreckte User: Die führenden Viren-Experten befürchten nach den massiven Virenattacken des vergangenen Jahres auch 2004 weitere Epidemien mit immer intelligenter programmierten Schädlingen.

HB DÜSSELDORF. Die Situation werde "zunehmend gefährlicher" betont etwa der Magdeburger Virenexperte Andreas Marx, unabhängiger Tester von Antiviren-Software. So dauert es nur noch eine dramatisch kurze Zeit, bis nach dem Bekanntwerden eines Sicherheitslochs der erste Virus auftaucht, der diese Lücke nutzt. Nach einer Statistik von Marx hat es im Jahr 2000 durchschnittlich 352 Tage gedauert, bis der erste Schädling eine öffentlich gemachte Sicherheitslücke ausnutzte. 2003 waren es nur noch 13 Tage – eine Beschleunigung um das 27fache.

"Blaster" und "Mydoom" haben 2003 die größten Epidemien inder Geschichte des Internet ausgelöst. Laut Sharon Ruckman, Senior Director des Analyseteams beim Antivirensoftware-Hersteller Symantec, gehören sie zu einer neuen Virengeneration. Die wird auch in diesem Jahr für Schlagzeilen sorgen: Denn die Schädlinge verbreiten sich nicht nur per Email. Sie greifen zudem über Chats, Tauschbörsen, löchrige Firewalls sowie ungeschützte drahtlose Netze an. “Blended Threat” (übergreifende Bedrohung) nennt Ruckman diesen Trend: “Wir sprechen heute nicht mehr nur von Viren, sondern von bösartigem Code".

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