Neue Ideen für Endverbraucher
IFA: Fusion von Fernsehen und Netz

Seit Jahren preisen die Telekomkonzerne das vernetzte Zuhause an. Jetzt sieht es so aus, als ob die einst getrennten Welten aus Handy, Fernsehen und PC allmählich miteinander verschmelzen. Die Konzerne haben den Wandel in ihren eignen Organisationen schon vollzogen und sind dabei, Fest- und Mobilfunkbereich zusammen zu legen. Im Mittelpunkt steht dabei fernsehen via Internet.

BERLIN. Eine außerordentliche Hauptversammlung der Deutschen Telekom am 19. November in Hannover soll die Fusionspläne der beiden Sparten Fest- und Mobilfunk endgültig absegnen. Auf der Berliner IFA präsentierte der Marktführer erste Angebote, bei denen auch die technischen Grenzen verschwinden.

Im Mittelpunkt steht dabei das Fernsehen über das Internetprotokoll (IPTV). Es soll unter anderem gegen den Angriff der Kabelnetzbetreiber schützen, die inzwischen Internet und Telefonie anbieten und damit im Beritt der Telekomkonzerne wildern. Anders als die Telekom hat ihr größter Wettbewerber, Vodafone, sein TV-Projekt jedoch vorerst auf Eis gelegt und nimmt keine neuen TV-Kunden mehr an.

Telekom-Kunden können dagegen jetzt ohne Aufpreis vom Handy oder PC aus ihren Fernseher bedienen und damit auch von unterwegs Filme aufzunehmen. Ziel des deutschen Marktführers ist, seine Kunden stärker an sich zu binden. Studien zeigen, dass Kunden viel seltener den Anbieter wechseln, wenn sie gleich ein ganzes Paket von Diensten gekauft haben.

Das ist auf dem heiß umkämpften Festnetzmarkt ein schlagkräftiges Argument: Die Telekom hat im vergangenen Jahr 2,5 Millionen Festnetzkunden verloren – meist an billigere Wettbewerber oder den Mobilfunk. In diesem Jahr sollen die Kündigungen unter zwei Millionen liegen. „Wir verlieren immer weniger Kunden“, sagte der neue Deutschland-Chef Niek Jan van Damme zuversichtlich.

Um die Reichweite ihres Fernsehangebotes zu erhöhen, bietet die Telekom IPTV ab Weihnachten auch ohne eine Gebühr für die Internetnutzung an. Der Grund: Knapp die Hälfte aller Deutschen besitzt keinen Internetanschluss – darunter vor allem ältere Menschen über 50 Jahre. Um sie dennoch für das Telekom-TV zu begeistern, wollen die Bonner sie nicht länger zwingen, Fernsehen wie bisher zusammen mit einer Gebühr für das Telefonieren und Surfen zu abonnieren. Web-Verächter sollen weniger als 30 Euro für Fernsehen samt Telefonanschluss zahlen und sparen damit 15 Euro gegenüber einem Paket aus TV, Internet und Telefonie.

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