Neue Konkurrenz
HP prüft Google-Betriebssystem in Netbooks

Microsoft bekommt für sein Windows-Betriebssystem bei der neuen Geräteklasse der Netbooks möglicherweise ernsthafte Konkurrenz. Auch der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard (HP) erwägt laut einem Zeitungsbericht, einige seiner Mini-Laptops mit Googles Handy-Betriebssystem Android auszustatten.

HB NEW YORK. Der Konzern bestätigte dem "Wall Street Journal" lediglich, sich mit dem Betriebssystem zu beschäftigen. Eine konkrete Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen. "Wir möchten die Möglichkeiten abschätzen, die Android für die Computer- und Kommunikations- Industrie bietet, und deshalb untersuchen wir es", sagte HP-Manager Satjiv Chahil der Zeitung.

Als erster Netbook-Hersteller hatte Asus auf der Computermesse CeBIT in Hannover bestätigt, den Einsatz des Google-Betriebssystems auf neuen Modellen der EeePC-Reihe zu prüfen. Noch sei das Projekt aber in der Versuchsphase, erste Ergebnisse sollen nach Angaben des Asus-Chefs Eric Chen etwa Anfang Mai vorliegen. Der südkoreanische Hersteller Samsung hat nach eigenen Angaben bislang zwar keine entsprechenden Pläne, schließt künftige Samsung-Netbooks mit Googles Betriebssystem aber nicht generell aus.

Android wurde ursprünglich von einer durch den Internet-Konzern Google initiierten Allianz für Handys und Smartphones entwickelt. Anders als bei einem PC-Betriebssystem laufen auf Android allerdings noch bislang keine für den Desktop-Computer üblichen Programme wie Büro-Anwendungen.

Bei den ersten abgespeckten Mini-Notebooks hatte es zunächst Probleme gegeben, das speicher- und leistungsintensive Windows-Betriebssystem einzusetzen. Seinen ersten EeePC hatte Asus deshalb mit dem freien Betriebssystem Linux auf den Markt gebracht. Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte bereits vor längerem gesagt, dass er mit neuer Konkurrenz rechne. Der weltgrößte Softwarekonzern beherrscht den Markt für PC-Betriebssysteme mit deutlichem Abstand.

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