Neue Nachrichtenplattform
Combots lüftet den Schleier

Der Web.de-Gründer präsentierte am Donnerstag einem ausgewähltem Publikum eine neue Nachrichtenplattform, die gänzlich ohne Textmenüs auskommt.

DÜSSELDORF. Monatelang stand auf der Internetseite www.combots.com nur eine Zeichentrickfigur mit einem gelben Tuch über dem Kopf, unter dem große Füße hervorschauten. Der Text daneben kündigte an, dass die Öffentlichkeit am 13. Juli Zugang zu einem neuen, beeindruckenden Angebot erhalten werde. Doch auch gestern - zur Hauptversammlung der Combots AG - öffnete sich das Tor zu dem Web-Produkt nur einem kleinen Kreis von Personen. Das gewöhnliche Volk erhält erst am 1. September Zugang zu der Webseite des Dienstes, der nach Aussage der Unternehmenschefs einmal so erfolgreich sein soll wie Google oder E-Bay.

Die Combots AG ist aus dem beliebten E-Mail-Anbieter Web.de hervorgegangen. Das Unternehmen verkaufte im Oktober 2005 sein Hauptprodukt Web.de selbst an den Zugangsanbieter United Internet und benannte sich dann um. Einer der Gründer von Web.de, Michael Greve, blieb Vorstandsvorsitzender der nun leeren Unternehmenshülle. Die Kasse war zwar mit rund 200 Mill. Euro in Bar und noch einmal gut ebenso viel in Aktien von United Internet gut gefüllt, doch die Firma bot kein Produkt mehr an. Sie entwickelte statt dessen mit einem Aufwand von 35 Mill. Euro Combots. Den Sinn und Inhalt der Neuentwicklung hielt sie bis gestern geheim.

Combots ist eine Nachrichtenzentrale und ähnelt darin den Messenger-Anwendungen wie Microsofts MSN. Die Nutzer müssen ihre Freunde zum Mitmachen einladen, um Nachrichten mit ihnen tauschen zu können. Das System stellt die Mitglieder als Zeichentrickfiguren dar - eine Mailadresse, eine Nummer oder ein Name sind überflüssig. Die Seite verzichtet generell auf Textmenüs, statt dessen lassen sich alle Funktionen über eine Unternehmensangaben zufolge intuitiv verständliche Befehlsscheibe auswählen.

Diese Darstellungsart soll auch älteren Menschen die Hemmungen vor der Technik nehmen. Wegen der netten Figuren werde nun beispielsweise auch die Oma mit ihrem Enkel Digitalbilder über Combots austauschen wollen, sagte der Sprecher des Unternehmens.

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