Neue Netzrechner
Apple dringt in den Servermarkt vor

Mit neuen leistungsstarken Netzrechnern holt der Computerbauer Apple auf und bedrängt die Marktführer Dell und HP. Auf der Entwicklermesse WWDC in San Francisco stellte Apple-Chef Steve Jobs die neuen Computer vor.

hsn/pos DÜSSELDORF. Der US-Computerkonzern Apple nimmt ein Jahr nach der Ankündigung des Umstiegs auf Chips von Intel den Markt für leistungsstarke Netzrechner ins Visier. Auf der Entwicklermesse WWDC in San Francisco stellte Apple-Chef Steve Jobs zwei neue schnelle Computer vor, die es leistungsmäßig nun mit den Netzcomputern der Konkurrenten wie Dell und HP aufnehmen können.

Die Mac Pro Workstation, die in Kürze verfügbar sein soll, ist mit zwei so genannten Dual-Core-Prozessor von Intel ausgestattet und nun doppelt so leistungsfähig wie das bisherige Profimodell, der Power Mac G5. Sie kostet 2  499 Dollar. Die High-End-Server von Apple, die XServe-Netzrechner, werden künftig ebenfalls mit Intel-Prozessoren ausgestattet und mehr als fünfmal schneller als ihre Vorgänger sein. XServe-Rechner sollen ab Oktober ab 2  999 Dollar verfügbar sein.

Damit hat Apple in nur 210 Tagen nach der Ankündigung der ersten Intel-Macs seine komplette Rechner-Palette umgestellt. Nach jahrelanger Kooperation mit IBM und Motorola hatte Apple im Sommer 2005 den Umstieg auf die Mikroprozessoren von Intel angekündigt. Anfang Januar 2006 kamen die ersten Macintosh-Rechner mit „Intel inside“ auf den Markt. Mittlerweile ist auch das Microsoft-Betriebssystem Windows auf Apple-Rechnern lauffähig.

Laut Analysten könnte der Angriff auf den Server-Markt nun erfolgreich sein. „Ich glaube, das es mit den neuen Servern gelingen könnte, drei bis fünfmal mehr zu verkaufen als der Computermarkt wächst“, sagte Jonathan Hoopes, Analyst bei Think Equity Partners, gegenüber Dow Jones.

„Aber dafür müsste Apple über seinen eigenen Schatten springen“, ergänzt Gartner-Analyst Andrew Butler gegenüber dem Handelsblatt. „Nur wenn Apple offensiv Windows, Linux und Solaris unterstützen würde, könnten sie für Dell oder HP zu einer Gefahr im Server-Markt werden“. Das sieht er allerdings derzeit nicht. Für die eingeschworene Apple-Nutzerschaft seien die neuen Server jedoch ein großer Schritt nach vorne.

Aber nicht nur neue Rechner präsentierte Steve Jobs im Moscone Center in San Francisco, sondern auch eine Vorversion der Systemsoftware Mac OS X „Leopard“, die im Frühling 2007 wenige Monate nach dem Microsoft-Betriebssystem Windows-Vista kommen soll. Das Apple-Betriebsystem enthält zum Beispiel ein automatisches Programm zur Sicherung von Daten. Mit der „Time Machine“ können Anwender gelöschte Informationen wie bei einer virtuellen Zeitreise wiederherstellen.

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