Neue Plattform
Start frei für Microsofts „Live Mesh“

Microsoft gibt den Startschuss für das „Live Mesh“. Die Plattform verbindet Geräte wie Notebooks, Desktop-PCs oder Spielekonsolen, synchronisert Daten zwischen diesen und ermöglicht den Zugriff auf sie auch aus der Ferne.
  • 0

BERLIN. Das Live Mesh stellt den Nutzer in den Mittelpunkt, als zentrale Figur zwischen verschiedenen Computern und Daten, die an unterschiedlichen Orten liegen. So werden die verstreuten Daten über Live Mesh jederzeit auf allen Geräten verfügbar, ein Zugriff auf Applikationen und Computer soll immer und überall möglich sein.

Die zu einem Mesh gehörenden Geräte werden in einem sogenannten Mesh-Ring dargestellt. Nutzer können „Mesh-Ordner“ anlegen, die dann auf allen Rechnern dieses Meshs verfügbar sind. Sie werden automatisch auf dem gleichen Stand gehalten.

Zugleich sind die Daten auch auf einem virtuellen Desktop auf Microsofts Servern abgelegt, so dass sieauch dann zur Verfügung stehen, wenn die eigenen Geräte ausgeschaltet sind. Auf diesem „Live Desktop“ stehen 5 GByte Speicherplatz zur Verfügung.

Einzelne Meshs können auch miteinander verbunden werden, um etwa Freunden den Ordner mit den aktuellen Urlaubsbildern zur Verfügung zu stellen. Eine sogenannte Mesh Bar zeigt die Aktivitäten von Freunden und Bekannten, ähnlich wie Aktivitäts-Feeds in Social Networks. Es wird auch sichtbar, welche Personen aktuell mit einem freigegebenen Mesh-Ordner verbunden sind. Der Zugriff auf ferne Rechner erfolgt über die in Windows integrierte Remote-Desktop-Software, durchdringt dabei allerdings Firewalls und NAT-Router.

Microsoft liefert Live Mesh als Software aus, die auf allen Systemen eines Meshs installiert werden muss. Der Zugriff auf das eigene Mesh ist aber auch über einen Webbrowser und Microsofts Website » mesh.com möglich. Weitere Dienste sind geplant, darunter ein einheitliches Gerätemanagement sowie ein einheitliches Applikationsmanagement, mit dem sich Applikationen über mehrere Geräte webbasiert ausliefern lassen.

Microsoft stellt „Live Mesh“ ab sofort für einer begrenzten Zahl von Nutzern in einem „Technology Preview“ bereit, gehostet auf US-Servern. Weitere Nutzer sollen nach und nach zugelassen werden. Zudem ist die Vorabversion nur für Windows XP und Vista verfügbar, Microsoft verspricht aber, das Live Mesh später auch für MacOS X und mobile Endgeräte anzubieten. Von Linux ist unterdessen keine Rede, wohl aber davon, auf der Basis von Live Mesh aufzubauen. Die aktuelle Version ist demnach nur ein erster kleiner Schritt.



Kommentare zu " Neue Plattform: Start frei für Microsofts „Live Mesh“"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%