Neue Software
Das Musik-Studio für zu Hause

Der Softwarehersteller Steinberg ist seit einigen Jahren für Musikprogramme bekannt, die auch Laien den Traum vom eigenen Song auf dem heimischen PC ermöglichen. Das neueste Produkt ist nun die Software „Sequel“ – und diese setzt neue Maßstäbe.

MÜNCHEN. Wer wollte nicht schon immer mal ein eigenes Musikstück komponieren? Was bislang für die meisten Menschen unerreichbar schien, wird jetzt durch neue Programme und moderne, leistungsfähige Rechner möglich. Das Hamburger Softwarehaus Steinberg bringt in diesen Tagen eine Software auf den Markt, mit der auch Laien in einer halben Stunde ihren eigenen Hit aufnehmen können.

„Sequel“ heißt die neue Software und der Name – aus dem Englischen übersetzt bedeutet das so viel wie „Aufeinanderfolge“ – verrät bereits den Kern des Programms: Mit wenigen Mausklicks lassen sich einzelne Musikschnipsel zu einem stimmigen Ganzen verbinden. 5 000 solcher Ausschnitte und 600 verschiedene, virtuelle Instrumente liefern die Programmierer bereits mit. Dazu können Hobbymusiker ihre eigenen Aufnahmen mischen, indem sie singen oder ihre Instrumente anschließen.

Die ganze Sache ist denkbar einfach: Jeder einzelne Schritt findet auf einer einzigen Bildschirmseite statt, alles ist mit einem Blick zu erfassen. Steinberg-Manager Angus Baigent: „Die Software ist sehr intuitiv gehalten und soll dazu einladen, Dinge auszuprobieren.“

Allerdings setzt „Sequel“ einige Rechenkraft voraus. „Je komplexer die Lieder, desto mehr Aussetzer gibt es auf älteren Computern“, warnt Arne Peters vom amerikanischen Chiphersteller Intel. Völlig problemlos läuft das Programm lediglich auf der jüngsten Rechnergeneration, die mit so genannten Zweikern-Prozessoren ausgestattet ist.

Prozessoren sind das Gehirn eines jeden Computers. Mit den neuesten Prozessoren von Intel oder AMD lassen sich komplexe Aufgaben auf den Rechnern deutlich schneller bearbeiten als früher. Peters: „Die kreativen Möglichkeiten sind wesentlich größer, wenn man einen neuen Rechner einsetzt.“

Die Möglichkeiten der Software sind allerdings noch längst nicht ausgereizt, wenn das Musikstück einmal fertig ist. Die Musikschnipsel lassen sich beliebig trennen und blitzschnell mit einem Mausklick neu arrangieren. Und damit ist noch nicht Schluss: Auf Knopfdruck können die Eigenkreationen auf CD gebrannt oder per E-Mail verschickt werden.

Freunde klassischer Musik sollten es sich allerdings genau überlegen, ob sie die 99 Euro für die Software ausgeben. Denn die mitgelieferten Soundschnipsel sind eher für jüngere Menschen gemacht, die ihre Zeit in der Disco und nicht in der Philharmonie verbringen.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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