Neue Spyware-Varianten
Spionage-Tools bekommt Nachwuchs

Durch immer neue Varianten von Spionageprogrammen versuchen Kriminelle die Firewalls und Virenscanner zu überlisten. Die erschlichenen Daten werden für Betrugsversuche missbraucht.

hiz DÜSSELDORF. Aus dem Juli-Bericht von Webroot Software geht hervor, dass kriminell motivierte Programmierer besonders viele neue Versionen von Spionagesoftware in Umlauf gebracht haben.

Die Spyware-Experten beobachteten am häufigsten den iOpus Starr, einen so geannten System-Monitor. Das Spionnage-Programm installiert sich unbemerkt auf dem PC und zeichnet Benutzernamen, Passwörter, die Pfade besuchter Internetseiten sowie die eingetippten Zeilen in Chats auf. Die ausgekundschafteten Daten werden dann heimlich an Kriminelle geschickt. Diese missbrauchen dann die Informationen, indem sie sie verkaufen oder damit selbst Betrügereien begehen. Ähnlich gehen auch die sechs Neulinge vor, die den Sprung in die unrühmliche Top-Ten der System-Monitore geschafft haben: UserMonitor, Windows Keylogger, Golden Eye Cookie, KGB Spy, KeyboardSpectatorPro und Diablo Keys.

„Im Vergleich zum Juni haben wir im vergangenen Monat in Deutschland unter den zehn häufigsten System-Monitoren gleich sechs Neulinge entdeckt. Die Kriminellen versuchen, durch immer mehr Spyware-Varianten die Sicherheits-Programme der Internetnutzer auszutricksen“, klagt Daniel Mothersdale, Marketingleiter EMEA bei Webroot.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei den System-Monitoren auf dem 18. Rang. Besonders weit verbreitet sind diese Spionageprogramme in der Schweiz, die den zweiten Platz hinter Litauen einnimmt. Die Schweiz liegt ebenfalls vor Deutschland, was die Verbreitung von Trojanern betrifft. Verglichen mit den deutschsprachigen Nachbarländern ist Österreich momentan noch am wenigsten von den unterschiedlichen Spyware-Varianten betroffen.

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