Neue Trends: Briefmarken im eigenen Design

Neue Trends
Briefmarken im eigenen Design

Der Nachfolger der Briefmarke ist die eigene Briefmarke. Die britische Post erlaubt ihren Kunden Briefe mit Marken im eignen Design zu frankieren. Der US-Postal-Service geht gar noch einen Schritt weiter.

hiz DÜSSELDORF. Trotz wachsender Bedeutung der E-Mail lebt der konventionelle Brief weiter. Allerdings hat auch hier die Digitaltechnik Einzug gehalten. Die klassische Briefmarke, die ja nicht nur Wertmarke sondern auch Sammlerobjekt ist, ist damit vom Aussterben bedroht.

Die ersten Briefmarken gab es um 1850. Gegen 1920 begannen Frankiermaschinen die Poststellen zu erobern. Mit der Verbreitung des Internet nahm die Idee der elektronischen Briefmarke konkrete Formen an. Heute erreichen immer mehr Briefe die Empfänger ohne aufgeklebtes Wertzeichen. Ein Balkencode oder ein aufgedrucktes Würfelmuster ersetzen die Marken oder Aufdrucke der Frankierautomaten. Die Codes werden mittels einer speziell dafür zugelassen Software aus Datums-, Porto- und Postleitzahl-Angaben verschlüsselt generiert. Die Abrechung erfolgt dann bargeldlos. Stampit nennt die Deutsche Post ihr Verfahren, dass seit dem vergangenen Jahr aktiv ist.

Smartstamps nennt die Britische Post den entsprechenden elektronischen Service für ihre Kunden. Neben dem Barcode ist ein digitaler Fingerabdruck des Kunden, eine verschlüsselte Signatur, der eigentliche Inhalt der Briefmarke. Die weitere Gestaltung liegt dann ganz beim Kunden: So kann die Marke mit einem Firmenlogo, einer persönlichen Botschaft oder einem Bild des Absenders bedruckt werden. Das eigene Design ersetzt das sonst auf allen Briefmarken der Insel übliche Portrait von Königin Elisabeth II. Die Marken werden direkt am Computer entworfen und zusammen mit der Adresse auf den Umschlag gedruckt. Die Zahlung erfolgt über ein Prepaid-Konto. Gedacht ist das System vor allem für Massensendungen kleinerer Unternehmen.

Einen Schritt weiter will US-Postal-Service gehen. Mittels elektronischer Briefmarken soll den Versendern anonymer Briefe und Päckchen das Handwerk gelegt werden. In der US-Version sollen Absender und Zielort in dem Wertaufdruck kodiert werden. Anstoß hierzu gab nicht zuletzt die noch immer ungeklärte Herkunft der Anthrax-Briefe. Selbstverständlich wird bei dieser Planung vor allem die Möglichkeit der Kostenreduktion hervorgehoben, den so frankierter Sendungen könnten leichter automatisch sortiert und verteilt werden.

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