Neue Version
Amazon bringt neues E-Book auf den Markt

Der Online-Buchhändler Amazon wird eine neue Version seines E-Book-Readers Kindle auf den Markt bringen. Der weltgrößte Onlinehändler plant ein Lesegerät mit größerem Display, das auch als elektronische Zeitung genutzt werden kann.

HB DÜSSELDORF. Der E-Commerce-Konzern Amazon hat in Partnerschaft mit Tageszeitungsherausgebern einen neuen E-Book-Reader in Vorbereitung. Der Kindle mit Großdisplay könne noch in dieser Woche an den Start gehen, berichtet die "New York Times", die offenbar selbst an dem Projekt beteiligt ist. Demnach gehört auch die britische Times zu den Projektpartnern.

Amazon äußerte sich offiziell nicht zu dem Bericht, hat aber für den (morgigen) Mittwoch Journalisten zu einer Produktvorstellung in New York eingeladen. Der weltgrößte Onlinehändler ist in den USA bereits mit einer zweiten Generation seines E-Book-Readers "Kindle" auf dem Markt, der vor allem als Lesegerät für elektronische Bücher positioniert wurde. Außerdem bieten Medien wie die "New York Times" und "USA Today", aber auch deutsche Häuser, darunter auch das "Handelsblatt", Abos für digitale Ausgaben ihrer Zeitungen an.

Der neue Kindle soll ein deutlich größeres Display haben als das bisher vertriebene Modell im Taschenbuchformat. Amazon zielt dem "Wall Street Journal" zufolge damit vor allem auf den großen Markt für studentische Lehrbücher in den USA, die sogenannten Textbooks. Noch im Herbst 2009 sollen Studenten der Case Western Reserve University in Cleveland (US-Bundesstaat Ohio) in einem Feldversuch mit digitalen

Textbooks für die Fächer Chemie und Informatik sowie mit einem allgemeinen Einführungskursus ausgestattet werden, sagte Lev Gonick, der Technik-Chef der Universität, der Zeitung. Die Universität wolle die Erfahrungen der Studenten mit der Nutzung traditioneller Textbooks auf Papier vergleichen.

Auch der US-Medienkonzern Hearst arbeitet an der Entwicklung eines eigenen E-Book-Readers. Der Hearst-Manager Kenneth Bronfin hat einen Sitz im Vorstand von E Ink, einem Spin-off des Massachusetts Institute of Technology (MIT), an dem der Verlag vor über zehn Jahren Anteile erworben hat. Das Gerät soll ebenfalls mit einem größeren Display als Amazons Kindle 2 ausgestattet werden und 2010 auf den Markt kommen.

Laut „New York Times“ gehört auch der Medienkonzern News Corporation zu den Firmen, die ihre Zeitungen und Magazine im kostenpflichtigen E-Book-Format zusammen mit einem speziellen Endgerät vermarkten wollen. Plastic Logic soll Ende 2009 mit der Fertigung eines E-News-Readers in seiner Fabrik in Dresden beginnen. Das Wall Street Journal berichtet, dass die Tageszeitung USA Today und die Financial Times bereits Verträge mit Plastic Logic geschlossen haben. Der Kindle-Konkurrent soll ebenfalls 2010 erscheinen.

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