Neuer Browser im Test
Was Firefox 3.5 an Neuerungen zu bieten hat

Für Mozilla ist Firefox 3.5 mehr als eine neue Version, von einem „großen Upgrade für das Web selbst“ ist die Rede. Tatsächlich bietet Firefox 3.5 zahlreiche Neuerungen: So soll die neue Software rund doppelt so schnell arbeiten wie die Vorgänger-Version und vor allem stabiler laufen. Die wichtigsten Neuheiten im Überblick.
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BERLIN. Mit Firefox 3.5 erfährt Mozillas Browser ein deutlich umfangreicheres Update als zunächst geplant. Neben grundlegenden Veränderungen wie der neuen JavaScript-Engine TraceMonkey halten vor allem neue Webtechnologien Einzug in den Browser. Mozilla stellt dabei vor allem die höhere Geschwindigkeit in den Vordergrund, denn der Zugewinn bei komplexen Webapplikationen ist durchaus spürbar.

Die aus HTML 5 stammenden Neuerungen sind zwar in erster Linie für Entwickler interessant, dürften aber im nächsten Schritt für Nutzer von weitgehender Bedeutung sein. Denn durch Neuerungen wie Offlineressourcen, Web Storage, Web Worker und das Geolocation API wird der Browser immer stärker zu einer Plattform für Applikationen.

Durch die neue Technik laufen Anwendungen wie ein Webmailclient im Browser auch ohne Internetverbindung. Zudem lassen sich Programme realisieren, die Daten ausschließlich lokal verwalten, beispielsweise, um die persönlichen Finanzen zu verwalten, ohne die Daten bei Dritten hinterlegen zu müssen. Die schnellere JavaScript-Engine sorgt dafür, dass die Programmlogik mit deutlich höherer Geschwindigkeit ausgeführt wird, wobei Entwickler besonders aufwendige Berechnungen auch gezielt in den Hintergrund verlagern können.

Geolocation API - wenn die Website weiß, wo ich bin

Über das Geolocation API, das Firefox 3.5 unterstützt, können Websites Informationen über den Aufenthaltsort des Nutzers abfragen. So lassen sich ortsbezogene Dienste im Browser realisieren, ohne dass der Nutzer seine Position angeben muss. Damit Nutzer darüber nicht ausspioniert werden können, muss der Nutzer jeder einzelnen Website den Zugriff auf seinen Aufenthaltsort explizit genehmigen.

Die Ortsbestimmung erfolgt in der aktuellen Version anhand von WLAN-Access-Points in der Nähe sowie der jeweiligen IP-Adresse. Dabei greift Firefox auf Googles Location Services zu, um aus den vorhandenen Daten auf die Position des Nutzers zu schließen und der anfragenden Website die Koordinaten zur Verfügung zu stellen.

Surfen ohne Spuren

Neu in Firefox 3.5 ist auch der Private-Browsing-Modus: Wie bei anderen Browsern kann damit die Speicherung der Surfspuren auf dem eigenen Rechner gezielt unterbunden werden. Es geht dabei nicht um anonymes Surfen, denn auf Seiten des Providers und auf den besuchten Websites hinterlässt der Nutzer weiterhin Spuren. Wird der Modus für privates Surfen aktiviert, erzeugt Firefox temporäre Datenbanken für Cookies und lokalen Speicher, die nach dem Beenden des Private-Modus verworfen werden.

Neue Tabs werden nützlicher

Wird ein neuer, leerer Tab geöffnet, zeigt Firefox 3.5 auf der linken Seite eine Liste der am häufigsten aufgerufenen Einstiegspunkte ins Web. Stellen die entsprechenden Websites RSS-Feeds zur Verfügung, erscheint zudem eine Übersicht der aktuellen Inhalte. Bei Golem.de ist eine Liste der drei zuletzt erschienenen Artikel zu sehen.

Wurde zuvor ein Tab geschlossen, bietet der Browser in der rechten Spalte eines neuen Tabs die Möglichkeit, den zuletzt geschlossenen Tab erneut zu öffnen.

Mehr Schriften fürs Web

Die Unterstützung von Webfonts, die im CSS Fonts Module Level 3 beschrieben sind, bietet vor allem Webdesignern neue Möglichkeiten. Sie können herunterladbare Schriften definieren und in ihren Webseiten verwenden. TrueType- und OpenType-Fonts werden über @font-face eingebunden, was auch Safari 3.1, Opera in der kommenden Version 10 und der Internet Explorer seit Version 4.0 unterstützen.

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