Neuer Funkstandard soll Notebook-Nutzer wirklich mobil machen
Blitzschneller Datendienst per Antenne

Grenzenlose Freiheit? Wohl nur in der Werbung. Die Wirklichkeit der mobilen Datenübertragung sieht heute eher mau aus: Wer mit einem Wireless-LAN-Notebook außerhalb eines Gebäudes im Internet surfen will, darf die Funkzelle nicht weiter als 300 Meter verlassen.

HB BERLIN. Und auch Handy-Nutzer haben ihr Aha-Erlebnis vor allem beim Blick auf die monatliche Abrechung: Zwar können sie teuer Fotos versenden, doch bei größeren Datenmengen sind Handys noch keine Alternative. Und ob die als Heilsbringer gepriesene neue Mobilfunkgeneration UMTS überhaupt je richtig aus ihrem Funkloch kommen wird, ist ungewiss.

All diese Einschränkungen für tatendurstige Handy- und Notebook- Nutzer könnten bald der Vergangenheit angehören. Schon steht nämlich eine noch leistungsfähigere Technik in den Startlöchern: ein neuer Funkstandard namens Wimax. Das Kürzel steht für den sperrigen Namen "Worldwide Interoperability for Microwave Access". Über 200 Technologie-Unternehmen haben sich im so genannten Wimax-Forum zusammengeschlossen, um im Verbund den neuen Hochgeschwindigkeits-Standard mit Leben und Produkten zu füllen.

Wimax basiert technisch auf den lokalen WLAN-Funknetzen, ermöglicht aber Funkzellen von erheblich größerer Reichweite. Bis zu 50 Kilometer von einer Basisantenne entfernt sollen dem Nutzer noch alle Highspeed-Anwendungen offen stehen.

Die dabei angestrebten Datenübertragungsgeschwindigkeiten würden alles Bisherige in den Schatten stellen: Mit bis zu 70 Mbit/s soll Wimax gut 20-mal schneller sein als die zurzeit besten ADSL-Anschlüsse. Die heute noch gängigen Geschwindigkeiten - etwa mit dem mobilen Übertragungsstandard GPRS - können da erst recht nicht mithalten: Ein GPRS-Handy bräuchte drei Stunden für den Versand einer 70 MByte großen Datei - Wimax dagegen nur acht Sekunden.

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