Neuer Schritt der Anti-Spam-Allianz
Klage gegen Versender von Werbemails

Die vier größten amerikanischen Onlinefirmen AOL,Yahoo, Microsoft und Earth Link zogen in mehreren Bundesstaaten gleichzeitig vor Gericht. Sie wollen Strafen für die Versender von Junkmails erreichen.

HB WASHINGTON. Die vier Unternehmen hatten sich im April 2003 zu einer Anti-Spam-Allianz zusammengefunden. Mit koordinierten Aktionen wollen sie die Versender von Werbe-E-Mails ausschalten. America Online (AOL), Yahoo, Microsoft und EarthLink verklagten gleich mehrere Hundert Versender von Werbemails, wie sie am Donnerstag in Washington bekanntgaben.

Dafür zogen sie vor die Gerichte von Kalifornien, Georgia, Virginia und Washington. Sie stützen sich auf ein neues Gesetz, das hohe Gefängnis- und Geldstrafen für die Versender unerwünschter Mails vorsieht. Trotz des Gesetzes hat die Spam-Flut zugenommen. Im vergangenen Februar waren bereits 62 Prozent aller E-Mails Junkmails, während es zwei Monate zuvor noch vier Prozent weniger waren, wie die „New York Times“ in ihrer Onlineausgabe berichtete.

Ein Problem gibt es bei der Identifizierung der Versender von unerwünschten Mails, die von Pornoseiten über Medikamente bis hin zu verbotenen CDs und Universitätsdiplomen alles anbieten. Die Urheber verstecken sich hinter fiktiven Adressen und sitzen oft im Ausland.

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