Neuer Trojaner kursiert im Internet
"Scob" spioniert Tastatureingaben aus

Der neue Trojaner installiert sich unbemerkt auf Rechnern. Ein Angreifer kann mit Hilfe von "Scob" dann alle Tastatureingaben des befallenen Computers mitverfolgen und so Kennwörter und Kontodaten ausspionieren.

hiz DÜSSELDORF. Die Sicherheitsspezialisten von Finjan schlagen Alarm, da ein neuer Schädling im Internet aufgetaucht ist. „Scob“ ist ein Trojaner, der sich unbemerkt auf einem Rechner installiert und dann alle Tastatureingaben weitergibt.

Solche „Keylogger“ ermöglichen es einem Angreifer, alle Passwörter, Kreditkarteninformationen oder Bankverbindungsdaten auszuspionieren, ohne dass der unbedarfte PC-Anwender es bemerkt. „Scob“ versucht im konkreten Fall, so die Aussagen der Experten, diese Daten an einen Server in Russland zu schicken, der allerdings im Moment nicht aktiv ist.

“Scob“ ist ein Visual Basic-Script, das Microsoft-Internetserver (IIS-Server) attackiert und schädliche JavaScripts auf Webseiten hinterlegt. Beim Besuch einer solchen Seite lädt das JavaScript automatisch im Hintergrund eine Datei von einer russischen Webseite auf den PC. Das versteckte Script nutzt dann eine bereits bekannte Schwachstelle aus, die schon der Wurm „Nimda“ zur Verbreitung nutzte.

Obwohl die russischen Server, auf die der neue Schädling zugreift, derzeit nicht aktiv sind, bleibt ein hohes Risiko. Die Experten befürchten nämlich neue Varianten des Trojaners, die dann auf aktive Server zugreifen. Solche „Scob“-Abkömmlinge könnten sich bereits in den nächsten Tagen ausbreiten. Finjan stellt ein kostenloses Analysetool zur Verfügung, das prüft, ob ein Arbeitsplatzrechner befallen ist.

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