Neues Betriebssystem
Russen entdecken erste Sicherheitslücke in Windows Vista

Vor einem Monat erst ging das neue Betriebssystem Windows Vista an die Kunden raus. Und schon hat sich eine Sicherheitslücke aufgetan. Doch Microsoft sieht das gelassen.

HB NEW YORK. Das Software-Unternehmen teilte am Dienstag mit, dass es das auf einer russischen Website bekannt gemachte Problem untersuche. Um die Lücke auszunutzen, müsse sich ein Angreifer aber bereits Zutritt zu einem fremden Computer verschafft haben.

Der Sicherheitsexperte Mikko Hypponen von der finnischen Software-Firma F-Secure erklärte, der Programmierfehler habe nur historische Bedeutung, da er die erste in Windows Vista festgestellte Sicherheitslücke sei. Angreifer könnten dies theoretisch ausnutzen, um sich vom PC-User zum Administrator zu machen, also um eine bereits bestehende Zugriffsberechtigung aufzuwerten. Das Problem bestehe auch für ältere Windows-Versionen und könne mit einem Software-Patch behoben werden, sagte Hypponen.

„Windows Vista ist bislang unsere sicherste Plattform“, erklärte der für Software-Sicherheit zuständige Microsoft-Manager Mike Reavey in einem Internet-Beitrag. Windows Vista wurde am 30. November für Firmenkunden freigegeben. Für Privatanwender gibt es das neue PC-Betriebssystem erst ab 30. Januar.

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