Neues Konzept geplant
Cebit setzt auf Konferenzen

Die weltgrößte Computer- und Telekommunikationsmesse Cebit will sich in den kommenden Jahren als Konferenz-Plattform etablieren. Firmen begrüßen die Pläne.

FRANKFURT. "Das ist ein Trend, der aus Amerika herüberschwappt. Es geht nicht mehr darum, nur auszustellen. Es geht um interessante Konferenzen und Veranstaltungen", sagte Cebit-Chef Ernst Raue im Gespräch mit dem Handelsblatt. Schon auf der diesjährigen Messe, die am Mittwoch kommender Woche eröffnet wird, gibt es laut Raue über 1000 Veranstaltungen. "Die Flächen werden tendenziell geringer werden, dafür wächst der Bedarf an Konferenzmöglichkkeiten. Hier werden wir nachbauen müssen", sagte Raue und ergänzte: "Bei den Konferenzen sind dann auch Firmen wie zum Beispiel Oracle dabei, die grundsätzlich nicht ausstellen."

Die Computermesse bekam die Krise in der IT- und Telekommunikations-Industrie (ITK) kräftig zu spüren. Von einst über 800 000 Besuchern ist die Zahl auf zuletzt 450 000 gesunken. Auch die Zahl der Aussteller ging deutlich zurück. Zum einen glauben einige Unternehmen, auf der Cebit nicht mehr das richtige Zielpublikum anzutreffen. So sagte zum Beispiel in diesem Jahr der Handy-Konzern Nokia ab. Zum anderen sind die Aussteller knauseriger mit ihren Budgets. So sagte die Deutsche Telekom gestern ihre traditionelle Abendveranstaltung der Festnetzsparte T-Com "Talk-Night" ab. Raue gewinnt den Absagen durchaus positive Aspekte ab. "Mit 870 000 Menschen auf der Messe wie zu den Hypezeiten war ein vernünftiges Arbeiten einfach nicht mehr möglich", sagte er.

Der stärkere Fokus auf die Rolle als Konferenz-Plattform wird auf der Ausstellerseite begrüßt. "Das ist auf jeden Fall der nächste richtige Schritt", sagte Karl Streibich, -Heinz der Vorstandsvorsitzende der Software AG. "Ich möchte die Cebit ermuntern, den Konferenzast weiter ausbauen."

Cebit-Chef Raue verwies auf den aktuellen Trend, dass Internetnutzer selbst die Inhalte zu bestimmten Themen erstellen - ein Element des viel zitierten Web 2.0. "Diese Entwicklung wird zunehmen. Auf der Cebit können sich dann solche Communities live treffen und Geschäfte anbahnen. Das geht persönlich immer noch besser", sagte Raue.

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