Neues Microsoft Office: Das Büro in den Wolken

Neues Microsoft Office
Das Büro in den Wolken

Es ist eine kleine Revolution: Microsoft hat seine Büro-Software Office komplett umgekrempelt. Die neue Version soll auch auf Tablets und Smartphones laufen. Und wer sie nicht kaufen will, kann sie auch mieten.
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HamburgDer PC auf dem Schreibtisch, das Smartphone in der Hose, das Notebook in der Aktentasche. Viele Menschen nutzen heute mehrere kleine und große Computer parallel. An die Ära der Überall-Rechner hat der Software-Riese Microsoft seine Büro-Software Office angepasst. Das Paket soll auf allen Geräten laufen und die Dateien übers Netz aktuell halten. Seit Dienstag ist die Software in 162 Ländern erhältlich – erstmals auch als Miet-Service.

Ein erfolgreicher Start ist extrem wichtig. Microsoft ist zwar die Windows Company, doch das Software-Paket Office trägt beinahe ebenso viel zum Umsatz bei wie das Betriebssystem – im abgelaufenen Quartal 5,69 Milliarden Dollar. Und das, obwohl am Jahresende bereits abzusehen war, dass die neue Version der Software nicht mehr lange auf sich warten lassen würde.

Doch die Schwäche des PC-Marktes zieht auch das Geschäft mit der Büro-Software nach unten. Die Kunden ersetzen Notebooks und Desktops seltener und bleiben meist bei ihren installierten Office-Versionen. Zudem nutzen sie immer öfter Tablet-Computer und Smartphones. Auf diesen Plattformen ist die Microsoft-Software jedoch kaum präsent.

Fit fürs mobile Internet

Nach dem Betriebssystem Windows 8 macht Microsoft nun auch seine Büro-Software fit fürs mobile Internet. Die sichtbarste Neuerung: Office 2013 ist optimiert für die Bedienung per Fingerzeig und lässt sich so auch auf Tablets und Smartphones nutzen, wobei auch Maus und Tastatur nach wie vor ihre Dienste leisten dürfen.

Viel grundlegender ist jedoch die konsequente Internet-Anbindung. So ist der Online-Speicher SkyDrive wichtiger Bestandteil der Software: Nutzer haben die Möglichkeit, dort ihre Word-, Powerpoint- oder Excel-Dateien mit einem Klick abzulegen und von überall aus abzurufen.

„Sie können Ihre Daten mitreisen lassen“, sagte Christian Illek, Chef von Microsoft Deutschland, bei der Produktpräsentation in Hamburg. Damit könne man auch die Daten auf verschiedenen Rechnern leicht synchronisieren. „Die Mär von dem einen Endgerät, das alles lösen soll, ist endgültig begraben“, betonte Illek.

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Neue Wege beim Vertrieb

Kommentare zu " Neues Microsoft Office: Das Büro in den Wolken"

Alle Kommentare
  • Verfolgungsjagt...

    ... kaum stellen User die Monopolstellung von Apple-Store in Frage, wird das gleiche in grün, ähh blau, von Microsoft als Alternative angeboten.

    Meine Daten werden jedenfalls nicht in einer Live-ID-Cloud landen, egal wie unverzichtbar? und praktisch das sein mag. In dieser Hinsicht lass ich mich gern als rückständig bezeichnen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis jeder Hobby-Hacker die Clouds knackt. Inwiefern größere Firmen einen Mehrwert davon haben, bleibt abzuwarten.


  • Ich habe Office 2010 und verwende nur Outlook, Word und Excel. Für kleine1-2 Personenhaushalte ist Office 365 mit 300 Euro für 3 Jahre Miete zu teuer. Für 300 Euro sehe ich da keinen Mehrwert. MS solle auch eine günstigere Version mit 2 Lizenzen anbieten.

  • Mit Office 2010 wollte ich ein Dokument mit einiger Gleichung als doc und nicht docx speichern: Das Ergebnis war eine unerwartete Katastrophe. Die Gleichung waren als Bild mit sehr niedrig Auflösung gespeichert. OLE Ansteuerung von Office 2010 ist 3 mal langsamer als Office 2003 geworden, wenn es überhaupt funktioniert. Um die Gleiche dinge zu erledigen, muss ich lernen, wie Microsoft hat sich es diesmal ausgedacht. Alles "in the Cloud is gut", solange das das Netz existiert, oder funktioniert. Ich will auch nicht vielleicht unbedingt Datei auf ein USB Speicher jemandem Andere Speichern.Das war für Skydrive. WinRT hat wenig App, weil fremden Compiler Anbieter schikaniert sind. Kacheln in eine andere Kachel zu sammeln geht mit win8 nicht. Microsft denkt, dass mit dem such Funktion, wir brauchen es sowieso nicht mehr. Wird es noch Verzeichnis in Win9 geben?

  • Ich brauchs nicht. Office 2003 reicht sogar im Business-Bereich meist noch voll aus.

  • Das ist der Plan von Microsoft: erst via Cloud auf die Software zugreifen zu können.
    So umgeht man gleich den Ärger mit Raubkopien.
    Und was MS von Linux gelernt hat: Innovationszyklen weiter zu verkürzen, damit das BS Produkt Windows künftig nur noch via Cloud zu beziehen sein wird.

    Access künftig bedeutet dabei nicht nur dabei sein, sondern via Minutenabrechnung Rechner nutzen zu dürfen.

    Das ist zwar keine Revolution, sondern soll via pay-pc den Verbraucher lediglich darauf aufmerksam machen, dass er generell online sein muß, um künftig Rechner überhaupt benutzen zu können.

    Ein low ended Concept?

    honit

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