New York
US-Senator fordert Strafe für iPods im Straßenverkehr

Auf die Besitzer von MP3-Playern, Blackberrys und Handys könnten im US-Bundesstaat New York harte Zeiten zukommen: Ein Abgeordneter im Staatsparlament will ihnen die Benutzung ihrer geliebten Geräte im Straßenverkehr verbieten. Wer trotzdem SMS schreibt, Musik hört oder Mails anschaut, soll blechen.

HB NEW YORK. Wer künftig über die Straße gehe und dabei Musik höre, auf seinen Blackberry schaue oder einfach nur mit dem Handy telefoniere, solle 100 Dollar Strafe zahlen, erklärte Carl Kruger, der im Parlament des Bundesstaates sitzt. Nur so sei eine "große öffentliche Sicherheitskrise" noch zu verhindern. Zu ihrem eigenen Schutz sollen die Fußgänger deshalb zum Verzicht der elektronischen Geräte im Straßenverkehr gezwungen werden. Die Gefahr, etwa durch Musik aus einem MP3-Spieler abgelenkt zu werden und dadurch einen Unfall zu verursachen, sei einfach zu hoch, sagte der Politiker.

Alleine in seinem Viertel seien seit September bereits drei Menschen auf diese Weise ums Leben gekommen, begründete Kruger seine Forderung. Einem Opfer sei sogar nachgerufen worden, aufzupassen als er auf die Straße trat - doch die Warnschreie verhallten ungehört.

Er wolle den New Yorkern nicht vorschreiben, auf ihre Unterhaltungselektronik-Geräte zu verzichten, betonte Kruger. "Aber was passiert, ist folgendes: Wenn die Leute sich mit ihrem iPod, ihrem Blackberry, Handy oder Videospiel beschäftigen, spazieren sie in rasenden Busse und fahrende Autos. Das wird zu einem landesweiten Problem." Noch am Mittwoch wollte er seinen Gesetzesentwurf, der die Geldstrafe vorsieht, vorlegen.

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