„Nicht für den allgemeinen Gebrauch“
Bundesamt mit Kritik an Googles Chrome

Googles neues Großprojekt, den Internet-Browser Chrome, umspült seit der Veröffentlichung unter der Woche eine Welle der Euphorie. Datenschützer gaben sich jedoch von Beginn an skeptisch. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik teilt diese Bedenken - und erklärt den Browser für nicht gebrauchsbereit.

HB BERLIN. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat sich kritisch zum neuen Google Browsers Chrome geäußert. "Google Chrome sollte nicht für den allgemeinen Gebrauch eingesetzt werden", sagte Sprecher Matthias Gärtner der "Berliner Zeitung". Es sei problematisch, dass Google ein Produkt in der Testversion aufgrund seiner Marktmacht einer breiten, zum Teil technisch wenig versierten Öffentlichkeit zugänglich mache. Chrome sei zwar bequem, aber kritisch, nicht nur weil das Programm noch nicht ausgereift sei, sondern auch wegen der Daten-Sammelwut von Google.

Vor dem Hintergrund, dass der kalifornische Suchmaschinenkonzern mit dem Browser nun alle wichtigen Bereiche im Internet vom Email- Programm über die Suche bis zu rein internetbasierten Textverarbeitungsprogrammen abdecke, warnte der BSI-Sprecher: "Aus sicherheitstechnischen Gründen ist die Anhäufung von Daten bei einem Anbieter kritisch."

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