Nintendos Konsole Gamecube schafft es in Europa auf Platz zwei hinter Sonys Playstation Discountpreise sollen Microsofts X-Box im Spiel halten

Nach Nintendo und Sony hat auch Microsoft in Japan den Preis für seine Spielekonsole drastisch gesenkt. Um rund ein Drittel wird der Preis der X-Box auf 16 800 Yen (rund 134 Euro, deutscher Preis: 199 Euro) zusammengestrichen. Damit unterbietet der Newcomer Marktführer Sony, der zuvor bei der Playstation 2 gut 20 % auf 19 800 Yen nachgelassen hatte. Tatsächlich ist der Microsoft-Discount aber noch größer: Eine mit der X-Box vergleichbare PS2 mit Festplatte und Internet-Zugang kostet sogar 29 800 Yen.

DÜSSELDORF. Der Dumpingpreis gilt als verzweifelte Reaktion auf außergewöhnlich schlechte Verkaufszahlen. Nach Angaben der Marktforscher von Media Create Co. hat Microsoft knapp 78 000 X-Boxen in Japan dieses Jahr verkauft, Sony 2,2 Millionen PS2 und Nintendo - die die aktuelle Preisrunde mit einem Abschlag bei ihrem Gamecube bis auf 14 000 Yen eingeläutet hatten - konnte 600 000 Konsolen verkaufen.

In anderen Teilen der Welt konnte Microsoft durchaus Achtungserfolge gegen Sony erzielen. Letztlich steht den weltweit gut zehn Millionen verkauften X-Boxen aber eine Übermacht von rund 62 Millionen verkauften Playstation 2 gegenüber. Das ist wichtig für Software-Lieferanten. Sie programmieren naturgemäß immer lieber für die Konsole, bei der sie theoretisch am meisten absetzen können. Und in Europa, so teilte Nintendo gestern mit, habe der Gamecube die X-Box dank massiver Preissenkungen vom zweiten Platz verdrängt.

Japans X-Box-Chef Yoshihiro Maruyama kämpft einen aussichtslosen Kampf. Von Beginn an hatte er Probleme, genügend attraktive Spiele zu bekommen. Japan - nach den USA zweitgrößter Gaming-Markt der Welt - ist bei europäischen und amerikanischen Softwareanbietern berüchtigt für seine ganz eigenen Vorlieben für Musik-, Karaoke-, Party-, Fantasy- oder Dating- Spiele. Nicht- japanische Programmierer finden hier selten die richtige Ansprache. Microsoft ist hier Nummer fünf im Konsolenmarkt räumt Maruyama ein. Eine seltene Marktposition für den Riesen aus Redmond.

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