Notebooks und Geschäftskunden treiben den deutschen PC-Markt an
Deutscher PC-Markt wächst zweistellig

Jeder dritte Rechner, der in Deutschland verkauft wird, ist ein Notebook. Mit 22 Prozent Zuwachs wuchs dieses Marktsegment in den letzten 12 Monaten am stärksten.

hiz DÜSSELDORF. Die Marktforscher der Gartner Group stellen jetzt eine Studie zur Entwicklung des deutschen PC-Marktes vor. Fast zwei Millionen PCs fanden in dem zweiten Quartal diesen Jahres in Deutschland neue Eigentümer. Demnach ist das Volumen um 11,7 % gegenüber dem Vergleichquartal des Vorjahres gewachsen. Getrieben wird der Markt durch die Geschäftskunden, die ihre alte Hardware austauschen. Hier errechneten die Marktforscher einen Zuwachs von 17,9. Zurückhaltung dagegen bei den Privatkunden, die gerade mal 3,8 % mehr PCs als im Vorjahr kauften.

Die Hitliste der Hersteller ist nahezu unverändert. An erster Stelle der Top 5 steht wieder Fujitsu Siemens. Nach der Gartner Analyse beruhen die guten Zuwachsraten des deutschen Marktführers einerseits auf schwachen Ergebnissen in der Vorjahresperiode, auf der anderen Seite auf 36 Prozent Zuwachs im Geschäftskundenbereich und 40 Prozent Wachstum im Notebookbereich. Platz zwei nimmt Hewlett-Packard ein und an dritter Stelle ist Medion zu finden. Direktvertreiber Dell erobert zwar nur Platz fünf, gewinnt aber zum zweiten Mal in Folge einen Marktanteil über 5 Prozent und profitiert weiterhin vom generell positiven Trend im Großkundengeschäft.

Die Stars des PC-Marktes sind nach wie vor die tragbaren Rechner. Mit 22,1 % weisen sie das stärkste Wachstum auf. In konkreten Zahlen bedeutet das, dass mittlerweile 35 % aller verkauften PCs Notebooks sind. Bei den Laptops liegt der Aldi-Partner Medion diesmal knapp vor Acer und Fujitsu Siemens an erster Stelle.

Allerdings sehen die Analysten, trotz der positiven Wachstumszahlen auch Probleme im hart umkämpften PC-Markt: „Die schlechte Nachricht ist, dass Margen und Umsatz weiterhin sinken, obwohl die Durchschnittspreise nur fünf Prozent unter dem letzten Jahr liegen” erklärt Gartner-Analystin Meike Escherich. „Hersteller stecken fest in Geschäftsmodellen die auf Kostenreduzierung basieren. Marktanteile werden hauptsächlich im Bereich unter 1 000 Euro gewonnen. Die Preiserwartungen der Verbraucher werden sich in Zukunft immer schwerer erfüllen lassen.”

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